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Fernkurse & Fernlehrgänge – darauf sollten Sie achten!





Die beliebtesten Fernkurse

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Fernkurse und Fernlehrgänge

Fernkurse gibt es in der heutigen Form seit ca. 50 Jahren, inzwischen sind sie ein etablierter Teil der Bildungslandschaft. Steigende Zahlen von Teilnehmenden zeigen, dass Fernunterricht viele Vorteile hat. Allen voran: Fernkurse bieten die flexible Möglichkeit, sich parallel zur beruflichen Tätigkeit weiterzubilden.

Was sind Fernkurse?

Fernkurse sind Weiterbildungsmöglichkeiten verschiedener Formen und Inhalte. Die Vielzahl an möglichen Ausgestaltungen wird durch eine weit gefasste gesetzliche Definition (FernUSG § 1) umrahmt, nach der sich Kurse per Fernunterricht durch vier Eigenschaften auszeichnen:

  1. Lernende und Lehrende sind überwiegend oder über die gesamte Unterrichtsdauer voneinander räumlich getrennt.
  2. Kurse per Fernunterricht erfolgen auf vertraglicher Grundlage.
  3. Für die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten per Fernunterricht wird ein Entgelt verlangt.
  4. Es findet eine Überwachung des Lernerfolges statt.

Diese Definition umfasst Angebote, die verschiedene Zielsetzungen bedienen. Der wichtigste Unterschied für Sie ist hierbei die Frage: Brauche ich ein Zertifikat bzw. einen anerkannten Abschluss oder brauche ich in erster Linie das Wissen? Dementsprechend gibt es Fernkurse mit Abschlussprüfung und Bescheinigung sowie welche ohne. Ebenso gibt es Kurse, die der beruflichen Spezialisierung oder der Erweiterung beruflicher Möglichkeiten dienen sowie Fernkurse, die die persönliche Entwicklung fördern sollen oder dem Bereich der Freizeit zuzuordnen sind. Umfasst sind damit auch Kurse aus dem Bereich der Allgemeinbildung und Schulabschlüsse.

Abhängig von den verschiedenen Zielsetzungen haben sich Kurse verschiedenen Aufbaus entwickelt. So können Gesamtlehrgänge mit verschiedenen Themengebieten gebucht werden oder einzelne inhaltliche Module. Beispiel: Ein Fernlehrgang „Gesundheitsmanagement“ könnte unter anderem die Lernthemen „Aufbau des Gesundheitswesens“, „Recht im Gesundheitswesen“ und „BWL“ umfassen. Buchbar wäre hier der Gesamtlehrgang, aber auch nur das Modul „BWL“.

Nimmt man alle Fernkursanbieter zusammen, werden nahezu alle erdenklichen Fachrichtungen angeboten. Einige Anbieter sind allerdings auf eine bestimmte Fachrichtung spezialisiert.

Manche Anbieter haben sowohl Fernkurse als auch Fernstudiengänge im Angebot. Hier ist wichtig zu wissen: Die Begriffe „Fernstudium“ und „Fernkurs“ werden häufig gleichbedeutend verwendet – man studiert schließlich von der Ferne aus die Unterrichtsmaterialien. Es ist jedoch nicht das Gleiche! Bei einem Fernstudium mit Bachelor oder Master Abschluss handelt es sich um ein mehrjähriges Hochschulstudium mit allen Themenbereichen, die für den jeweiligen Studiengang festgelegt sind. Mit diesen Abschlüssen erlangen Sie (mit Ausnahmen) genau wie bei einem „normalen“ Präsenzstudium einen akademischen Grad. Wird der Begriff „Fernstudium“ dagegen für einen Fernkurs verwendet, der nicht mit einem Bachelor oder Master abschließt, ist der Kurs nicht mit einem Hochschulstudium vergleichbar.

Fazit:

Achten Sie darauf, dass der Fernkurs genau die Eigenschaften besitzt, die Sie benötigen, nicht weniger und nicht mehr. Mehr schadet zwar nicht direkt, schlägt sich aber in der Regel in höheren Gebühren nieder. Für Interessierte, die zum Beispiel keinen Nachweis über eine IHK-Aufstiegsweiterbildung, sondern „nur“ die Fähigkeiten und Kenntnisse benötigen, gibt es häufig günstigere Fernkurse mit Anbieter-, aber ohne IHK-Prüfung.

Was bringen Fernkurse?

Zu den häufigsten Motivationen für das Belegen eines Fernkurses zählt die berufliche Weiterbildung. Ob eine Weiterbildung per Fernkurs oder durch Präsenzkurse stattfindet, ist für ihre Auswirkungen unerheblich. Wichtig sind der Inhalt und die Art des Abschlusses. Eine Weiterbildung kann vom Arbeitgeber oder gesetzlich vorgeschrieben sein und/oder auf Eigeninitiative erfolgen. Letztere zielt meist auf ein Vorankommen auf der Karriereleiter ab. Denn mehr Wissen bzw. eine höhere Qualifikation bedeuten einen höheren Wert als Arbeitskraft, der sich möglicherweise in einem höheren Gehalt äußert. Dies steht jedoch unter den Voraussetzungen, dass Ihr aktuelles oder zukünftiges Unternehmen in der Lage ist, das höhere Gehalt zu zahlen, und dass Sie selbst Verhandlungen anstoßen und Ihre Weiterbildung als Argumente vorbringen. Wie groß der mögliche Sprung im Gehalt oder in der Unternehmenshierarchie durch einen Fernkurs ist, hängt vor allem von der Branche, vom Inhalt des Kurses und von seinem Abschluss ab. Eine Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Betriebswirt/in nach einer kaufmännischen Ausbildung oder zum Industriemeister nach einer Ausbildung in der Industrie wird sicher einen anderen Effekt haben als ein Fernkurs in Psychologie – so hilfreich letzterer in der täglichen Arbeit auch sein mag. Es hat sich jedoch gezeigt, dass mit einer Weiterbildung unabhängig von ihren beruflichen Auswirkungen eine größere persönliche Zufriedenheit einhergeht

Fazit:

Unter geeigneten Bedingungen können Fernkurse zu einer Beförderung und/oder mehr Gehalt führen. Hierfür besteht jedoch keine Garantie. Innerhalb von größeren Unternehmen, in Branchen mit hohem Fachkräftebedarf und mit Kursen, die zu einer höheren formalen Qualifikation führen, ist die Situation sehr günstig.

Wie funktionieren Fernkurse?

Der grundsätzliche Ablauf eines Fernkurses ist bei jedem Umfang und jeder Fachrichtung der gleiche: Sie buchen einen Fernkurs und bekommen Zugang zu den Lernmaterialien. Das kann per Post in Form von Lernbriefen geschehen, die Sie nach und nach zugeschickt bekommen. Der Zugang zu einem Online-Campus, in dem Sie digitales Lernmaterial bearbeiten können, ist ebenfalls möglich. In der Regel gibt es bei Fernkurse eine Einteilung in Lernabschnitte mit zugehöriger Überprüfung. Das können Einsendeaufgaben sein, Klausuren (vor Ort oder Online) oder andere Arten der Leistungskontrolle. Nach erfolgter Kontrolle gehen Sie in den nächsten Lernabschnitt über. Für die Zeit, die Sie für einen Lernabschnitt benötigen dürfen, gibt es keine klaren Grenzen, aber Richtwerte. Den Anbietern ist bewusst, dass die meisten an Fernkursen Teilnehmenden berufsbegleitend lernen und planen das Lernpensum entsprechend. Auch bieten sie die Möglichkeit von zeitlichen Verlängerungen an. Zusätzlich zum obligatorischen Lernmaterial erhalten Sie bei manchen Anbietern die Möglichkeit, an Webinaren, Präsenzseminaren, Online-Vorlesungen oder ähnlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Je nach Art des Fernkurses steht am Ende eine unterschiedlich umfangreiche Abschlussprüfung durch den Anbieter oder durch staatliche Stellen. Letzteres ist zum Beispiel der Regelfall beim nachgeholten Schulabschluss, bei dem Sie den Inhalt per Fernkurs lernen, aber die Prüfung als Externenprüfung an einer Schule absolvieren. Ebenso sehen IHK-Prüfungen nach Fernlehrgängen aus, die zu den üblichen von den Kammern festgelegten Bedingungen ablaufen. Auf dieses Weise erlange Schulabschlüsse und IHK-Abschlüsse sind gleichwertig mit denen, die auf Präsenzkurse erfolgen. Kurse, für die Sie keine Prüfung ablegen müssen, gibt es ebenfalls. Das Teilnahmezertifikat, das Sie dafür erhalten, stellt dann keine formale Qualifikation dar, hilft der Personalabteilung aber bei der Einschätzung Ihres Wissens. Während aller Phasen eines Fernkurses findet eine Betreuung und Beratung in je nach Anbieter unterschiedlichem Umfang statt. Ob die Eigenheiten des jeweiligen Anbieters zu Ihnen passen, können Sie mit dem Vergleich von Infomaterial und in einem Probestudium herausfinden.

Ablauf von Fernkursen

  • Anmeldung
  • Zugang zum Lernmaterial
  • Eigenständiges Lernen
  • Optionale Teilnahme an Zusatzangeboten
  • Abschlussprüfung (ggf. auch Lernkontrollen, Zwischenprüfungen)

Wie gut sind Fernkurse?

Zulassung

Kurse per Fernunterricht müssen staatlich zugelassen sein. Das gilt auch für Änderungen an der Kursgestaltung, aber gilt nicht für Kurse, die der Freizeitgestaltung oder Unterhaltung dienen. Eine Grundqualität ist damit immer gewährleistet. Alle an Fernlehrgängen Interessierten haben einen anderen Bedarf und kommen mit Studienmaterialien unterschiedlich gut zurecht. Eine allgemeine Aussage darüber, ob der Fernkurs X von Anbieter Y gut oder schlecht ist, kann nicht getroffen werden. Ob überhaupt das Format Fernunterricht für Sie geeignet ist, können nur Sie selbst bewerten. Wenn Sie nur im direkten Kontakt mit anderen Menschen gut lernen, werden Sie zu einer anderen Bewertung kommen, als wenn Sie ohnehin hauptsächlich über das Lesen von Inhalten lernen. Allgemeingültige Anhaltspunkte zur Bewertung sind die Art sowie der Umfang der Betreuung, die Ihnen angeboten wird und ob die eigenständige Wissensaneignung über E-Learning Elemente erleichtert wird. Fast alle Anbieter bieten ein mehrwöchiges Probestudium an, bevor Gebühren fällig werden – nutzen Sie diese Möglichkeit, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Ansehen

Die Abschlüsse von Fernlehrgängen und Fernstudiengängen werden in der Regel nicht schlechter beurteilt als ihre Entsprechungen aus dem Präsenzangebot. Im Gegenteil: Personalabteilungen wissen zu schätzen, dass AbsolventInnen von Fernlehrgängen Zielstrebigkeit zeigen, Engagement sowie die Fähigkeit und Bereitschaft, eigenständig Neues zu lernen. Unterschiede in der Bewertung können in der Fachrichtung liegen und darin, ob es sich um ein Modul oder um einen Gesamtlehrgang handelt.

Fazit:

Staatlich zugelassene Fernkurse bieten eine gewisse Grundqualität und deren Absolvierung wird auch von Arbeitgebern geschätzt. Unterschiedliche Bewertungen können jedoch durch subjektive Empfindungen und Arbeitsweisen sowie durch Art und Thema des Fernkurses zustande kommen.

Was kosten Fernkurse?

Die Kosten von Kursen per Fernunterricht schwanken sehr stark in Abhängigkeit vom Anbieter, vom Umfang des Kurses sowie Fachrichtung bzw. Thema und Art des Abschlusses sowie darin, ob sich der Fernkurs an einzelne Personen oder an Unternehmen richtet. Ein Sprachkurs ist zum Beispiel ab 200€ erhältlich, ein mehrjähriger Fernkurs mit IHK Abschluss wie etwa der/die Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen kann bis zu 4000€ kosten, ein Fernstudium mit Bachelor als Abschluss um 15.000€. Ein Probestudium ist fast immer kostenlos. Viele Fernkursanbieter geben die Gebühren für ihre Kurse erst auf Anfrage an. Der Grund dafür ist häufig keine Geheimniskrämerei, sondern liegt in der aufwändigen Datenpflege. Nichtsdestotrotz sind dadurch Preisvergleiche zwischen verschiedenen Anbietern nur mit der Anforderung von aktuellem Infomaterial möglich.

Fazit:

Fordern Sie kostenloses und unverbindliches Infomaterial an, um einen Überblick über die Kosten des Fernkurses zu erhalten, für den Sie sich interessieren. So erhalten Sie auch aktuelle Informationen über die Anbieter, die ihre Preise und Angebote regelmäßig auf den neuesten Stand bringen.