Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik
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Fernstudium Bachelor Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik

Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik

Berufsperspektiven mit einem Fernstudium in Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik

Lebensmittel decken ein Grundbedürfnis. Herstellung, Verarbeitung, Konservierung und Veredlung der Lebensmittel kommt aus diesem Grund eine große Bedeutung zu. Daher ist die industrielle Lebensmittelherstellung eine Schlüsselindustrie. In diesem Bereich spielt die Verfahrenstechnik eine wichtige Rolle. Mit der Kombination aus Ingenieurswissenschaft und Chemie sowie Physik entsteht mit der Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik eine sehr spezielle Disziplin, für die Unternehmen Fachkräfte suchen. Diese müssen den stetigen technischen Fortschritt, immer wieder neue Food-Trends und sich entwickelnde Ansprüche an das Produkt Lebensmittel in Einklang bringen. Dabei entwickeln Lebensmittelverfahrenstechnikerinnen und -techniker bzw. Lebensmitteltechnikerinnen und -techniker neue Verfahren zur Herstellung von industriellen Lebensmitteln.

Vor diesem Hintergrund haben Absolventinnen und Absolventen eines Bachelor-Fernstudiums in Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik oder eines vergleichbaren Studiengangs gute Arbeitsmarktchancen. Sie sind geeignet, um in der Produktion, der Produktentwicklung, dem Qualitätsmanagement oder der Forschung zu arbeiten. Hauptarbeitgeber ist die Lebensmittelindustrie in ihrer gesamten Vielfalt. Aber auch Zulieferer stellen diese Fachkräfte ein.

Gehalt

Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen der Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und gehören zu den Ingenieursberufen. Dennoch starten sie häufig mit einem vergleichsweise niedrigen Gehalt von ca. 40.000 Euro im Jahr. Allerdings steigt dieses Gehalt relativ schnell und erreicht nach einigen Jahren Berufserfahrung häufig Summen zwischen 60.000 und 70.000 Euro. Führungskräfte erreichen deutlich mehr und können in großen Unternehmen eine sechsstellige Jahressumme verdienen.

Wie bei vielen Berufen ist die Gehaltsspanne jedoch groß. Speziell Unterschiede zwischen den Regionen und der Unternehmensgröße haben einen signifikanten Einfluss auf das tatsächliche Gehalt. Unternehmen im Südwesten zahlen deutlich bessere Gehälter als im Osten und Norden. Bei kleineren Unternehmen müssen die Lebensmittelverfahrenstechnikerinnen und -techniker bzw. die Lebensmitteltechnikerinnen und -techniker mit Abschlägen rechnen. Ein Masterabschluss steigert dagegen die Gehaltschancen. Nicht zu unterschätzen sind außerdem Bonuszahlungen der Unternehmen für erreichte Zielvereinbarungen. Diese können das tatsächliche Gehalt noch einmal steigern.

Arbeitsgestaltung

Die Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik ist ein klassischer Ingenieursbereich. Hier sind Macherinnen und Macher gefragt, die mit großer technischer Kompetenz Prozesse bewerten und optimieren, Apparate und Produktionsanlagen effizient einstellen oder modernisieren sowie neue optimale Lösungswege für Herausforderungen in der Lebensmittelproduktion finden. Diese sehr technische Arbeit ist abwechslungsreich, fordernd und spricht den Ingenieursgeist an.

Die stetige Verbesserung von Prozessen in der Lebensmittelherstellung bedeutet, Versuchsanlagen zu entwerfen, planen und zu installieren und die Ergebnisse analytisch zu betrachten. Dabei spielen auch Experimente mit neuen Verfahrenstechniken unter Einhaltung gesetzlicher Vorschriften immer wieder eine Rolle. Diese Arbeit ist für viele Absolventinnen und Absolventen spannend und erfüllend. Hinzu kommen Schnittstellen zur Produktentwicklung, dem Verkauf und zum Marketing, was einen intensiven Austausch zwischen den Abteilungen und mit anderen Verantwortlichen bedeutet.

Die Arbeitszeiten in diesem Bereich sind auf dem Papier geregelt. In der Praxis stehen jedoch projektbezogen immer wieder Überstunden an. Absolventinnen und Absolventen müssen außerdem damit rechnen, dass für sie in einigen Unternehmen teilweise Schichtarbeitszeitmodelle gelten.

Ablauf und Dauer des Fernstudiengangs Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik

Es gibt verschiedene Strukturen für diesen Studiengang. An den klassischen Fernhochschulen dauert er 36 bzw. 42 Monate und kann auf 72 Monate verlängert werden. An der Hochschule Anhalt ist dieser Studiengang auf neun Semester angelegt. Die gesamte Organisation ist in diesem Fall auf den normalen Universitätsbetrieb ausgerichtet, sodass derzeit beispielsweise nur der Start zum offiziellen Wintersemester möglich ist. Reine Fernhochschulen bieten dagegen flexible Startzeiten an.

Grundsätzlich sind die Inhalte modular strukturiert. Die Studierenden lernen in den vorgegebenen oder gewählten Modulen mit Arbeitsmaterialien und über Online-Seminare. Am Ende der Semester warten Klausuren. Das Studienende wird durch die Bachelor-Thesis eingeläutet, der noch die Abschlussprüfungen folgen. Bei Erfolg dürfen die Absolventinnen und Absolventen den akademischen Grad Bachelor of Engineering (B.Eng.) führen. Einige Hochschulen vergeben bei weniger technischer Ausrichtung den Bachelor of Science (B.Sc.).

Im Rahmen des Fernstudiums sind die Studierenden angehalten, Praktika zu absolvieren. Zusätzlich sind in einigen Studiengängen Laborphasen fest im Lehrplan verankert. Diese finden wie die Klausuren und Prüfungen in den Räumen der Hochschule statt. Ein entsprechender Aufenthalt in einem der Studienzentren bzw. an der Hochschule ist einzuplanen.

Inhalte des Fernstudiums

Das Fernstudium Bachelor Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik ist interdisziplinär und modular aufgebaut. Das heißt: Während des Studiums beschäftigen sich die Studierenden mit Themengebieten aus mehreren Fachbereichen. Neben Naturwissenschaften gehören dazu ingenieurswissenschaftliche Module, verschiedene technische Themen sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen. Zusätzlich stehen Laboreinheiten auf dem Lehrplan. Im Allgemeinen können die Studierenden u. a. folgende Themen erwarten:

Vertiefungs- und Spezialisierungsstudium

Im Bachelor-Fernstudium können die Studierenden einzelne Themen vertiefen und sich spezialisieren. Typische Schwerpunkte in den Angeboten der Fernhochschulen sind Produktion, Verfahrenstechnik und Nachhaltigkeit. Darunter fallen Themen wie Apparatetechnik, spezielle Lebensmitteltechnologien, Lebensmittelanalytik oder auch Qualitätssicherung. Diese Spezialisierungen tragen dazu bei, dass die Studierenden ihr Kompetenzprofil schärfer herausarbeiten und sich so nachdrücklicher für bestimmte Positionen empfehlen.

Weiterführende Master-Fernstudiengänge für Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik

Im Bereich der Lebensmittelverfahrenstechnik und der Lebensmitteltechnik existieren nur wenige Möglichkeiten für Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen einen Masterstudiengang im Fernstudium anzuschließen. Es bleibt ihnen daher in erster Linie eine Reihe von Präsenzstudiengängen. Der Grund: Der Anteil an Laborarbeit ist meistens deutlich höher als im Bachelorstudium.

Es existieren jedoch wenige Ausnahmen. Folgende Master-Studienangebote können Absolventinnen und Absolventen als Fernstudium belegen:

  • Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Anhalt,
  • Food Processing an der Fachhochschule Fulda.

Kosten und Voraussetzungen für das Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik

Persönliche Voraussetzungen

Das Bachelor-Fernstudium in Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik gilt als sehr anspruchsvoll. Es beinhaltet komplexe Themen aus der Biologie sowie angrenzenden Naturwissenschaften. Zugleich fordert es von den Studierenden gute Mathematikkenntnisse und vermittelt umfangreiches Technikwissen. Nicht zuletzt ist die Studienform selbst fordernd, da die Studierenden diszipliniert und gut organisiert ans Werk gehen müssen. Vorteilhafte Eigenschaften sind daher:

  • gute Mathematikkenntnisse,
  • gute Biologiekenntnisse,
  • Spaß an Naturwissenschaften,
  • großes Interesse an Technologien und Technik,
  • Spaß an praktischer Arbeit,
  • Teamfähigkeit,
  • gute Kommunikationsfähigkeiten,
  •  Interesse an Lebensmitteln und ihrer Verarbeitung.

Zugangsvoraussetzungen für das Fernstudium

Für das Fernstudium Bachelor Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik gibt es keinen Numerus clausus. Damit können Studierende die üblichen Zulassungswege nutzen. Neben Abitur oder Fachhochschulreife sind dies eine Berufsqualifikation auf Meisterstufe oder eine mindestens zweijährige Ausbildung mit dreijähriger Berufsausbildung. Zusätzlich können die Fernhochschulen einzelne geeignete Interessierte nach einem Gespräch zulassen.

Tipp: Studierende können sich Vorleistung aus Beruf oder einem anderen Studium anrechnen lassen, um einzelne Module zu überspringen. Das senkt die Kosten und reduziert die Studiendauer.

Kosten eines Fernstudiums in Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik

Das Bachelor-Fernstudium der Lebensmittelverfahrenstechnik bzw. Lebensmitteltechnik ist relativ teuer. Je nach Fernhochschule belaufen sich die Studienkosten auf ca. 16.000 Euro. Darin sind ggf. noch keine Prüfungsgebühren oder Klausurgebühren enthalten. Eine etwas günstigere Alternative ist der Studiengang an der Hochschule Anhalt. Hier belaufen sich die reinen Studiengebühren nur auf 500 Euro pro Semester. Allerdings läuft das Studium auch deutlich länger.   

Fernstudium Bachelor Lebensmittelverfahrenstechnik/Lebensmitteltechnik: Fördermöglichkeiten

Es existieren einige Fördermöglichkeiten für das Fernstudium. Sehr interessant können beispielsweise Stipendien sein. Unternehmen, Institutionen und Hochschulen fördern auf diesem Weg sehr häufig Studierende an bestimmten Hochschulstandorten, Wohnorten oder in speziellen Lebenssituationen. Daher ist es ratsam, dass die Studierenden sich frühzeitig informieren, welche Stipendien ihnen ggf. offen stehen.

Darüber hinaus haben die Studierenden die Möglichkeit, BAföG-Leistungen zu beanspruchen, einen Studienkredit zu beantragen oder ihren Arbeitgeber um eine finanzielle Unterstützung zu bitten. Viele Unternehmen fördern sehr gern die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn diese sich dadurch für höhere Aufgaben qualifizieren.