Technische Informatik

Fernstudium Bachelor Technische Informatik

Technische Informatik

Berufsperspektiven mit einem Fernstudium in Technische Informatik

 

Technische Informatik ist ein Bindeglied zwischen Ingenieurswissenschaft und Informatik. Die Disziplin ist Motor vieler aktueller Entwicklungen und wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Ohne technische Informatik wäre die moderne Kommunikationstechnik ebenso wenig denkbar wie die Automatisierung, die neuen Energieinformationsnetze oder die Vernetzung im Maschinenbau. Ein wesentliches Aufgabenfeld sind auch sogenannte embedded Systems, also in die Hardware bzw. Technik integrierte Softwarelösungen. Vor dem Hintergrund von Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung in Wirtschaft und im Heimbereich (Smart Home) hat die technische Informatik eine Schlüsselfunktion bei der Gestaltung der Zukunft.

 

Technische Informatik bedeutet, Technik und Systeme zu analysieren, algorithmische und methodische Herangehensweisen für Problemfelder zu finden und dabei möglichst allgemeingültige Lösungen zu finden. Der wesentliche Unterschied zur Informatik besteht in der tiefen Verknüpfung zur Technik. Sowohl durch embedded Systems als auch durch die Berücksichtigung der Besonderheiten der jeweiligen Technologie haben die Fachleute in diesem Bereich einen anderen Zugang zur Arbeit. Sie sind pragmatische Tüftler, die mit Informatik die Funktionalität von Technologie ermöglichen.

 

Die sehr anwendungsorientierten Spezialistinnen und Spezialisten sind äußerst begehrte Fachkräfte am Arbeitsmarkt. Daher ist das Fernstudium Bachelor Technische Informatik eine hervorragende Ausgangsposition, um in der Schnittstelle von Technik und Informatik eine spannende und gut dotierte Stelle zu finden. Potenzielle Arbeitgeber sind unter anderem in der Elektrotechnik- und Mechatronikbranche ansässig, aber auch in der Medizintechnik, der Energiebranche, in der Automobilindustrie sowie in der Informations- und Kommunikationstechnikbranche. Hinzu kommen Verkehrsbetriebe, der öffentliche Dienst und die Forschung.

 

Welche Vorteile ergeben sich durch das Fernstudium der Technischen Informatik?

Gehalt

Als Bindeglied zwischen Informatik und Ingenieurswissenschaften sind Technische Informatikerinnen und Technische Informatiker nicht nur sehr begehrte Fachkräfte. Sie können auch auf ein gutes Gehalt hoffen. Das Einstiegsgehalt liegt etwa bei 45.000 bis 50.000 Euro pro Jahr. Mit Berufserfahrung steigt dieses Gehalt in den ersten fünf Jahren bereits deutlich an. Schnell sind Regionen um 65.000 Euro erreicht. In Spitzenpositionen können die Fachkräfte sogar mit Gehältern im sechsstelligen Bereich rechnen.

 

Extrem förderlich für die eigene Karriere und damit auch das erzielbare Gehalt ist ein Masterabschluss. Dieser steigert das Einkommen um wenigstens ca. zehn Prozent. Aber auch Unternehmensgröße und Arbeitsort sowie die Ausgestaltung der Stelle haben einen wesentlichen Einfluss auf das Gehalt. Die Branche beeinflusst das Gehalt ebenfalls. Gut verdienen Technische Informatikerinnen und Technische Informatiker im Consulting, der Automobilbranche, der Energiewirtschaft und teilweise in der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche. Daher sind die Werte als ungefähre Gehaltsregion zu sehen. Das tatsächlich erzielbare Gehalt kann deutlich drüber, aber auch etwas unter diesen Angaben liegen.

Arbeitsgestaltung

Die Absolventinnen und Absolventen haben nicht nur gute Berufsaussichten, auf sie wartet auch ein spannendes und äußerst dynamisches Arbeitsfeld. Die Bandbreite ist enorm. Sie arbeiten in der Entwicklung, in der Qualitätssicherung, im Projektmanagement, in der Hard- oder Softwareentwicklung, schaffen neue Technologien und programmieren neue Datenbanken und Netzwerke. In diesem Aufgabenfeld können viele Absolventinnen und Absolventen sehr kreativ arbeiten, neue Entwicklungen begleiten oder diese gar anstoßen. Mit einem großen Maß Pioniergeist verbessern sie die Technik und nehmen Einfluss auf das alltägliche Leben in Wirtschaft und Haushalt. Sie arbeiten in einem Beruf, der immer wieder neue Entwicklungssprünge und damit Innovationen mit sich bringt.

 

Diese interessante Tätigkeit ist überwiegend mit geregelten Arbeitszeiten verbunden. Da die Spezialistinnen und Spezialisten selten in die Produktionsbereiche von Unternehmen eingebunden sind, kommt es entsprechend kaum zu Schichtarbeit. Je nach Aufgabengebiet müssen sie aber mit Mehrarbeit und teilweise auch projektbezogener Wochenendarbeiten rechnen.          

Ablauf und Dauer des Fernstudiengangs Technische Informatik

Das Bachelor-Fernstudium hat eine Regelstudienzeit von 42 Monaten, die Studierende individuell auf 36 Semester verkürzen können. Eine Verlängerung auf bis zu 72 Monate ist meistens kostenlos möglich. Damit bietet sich das Fernstudium als berufsbegleitende akademische Qualifizierung für dieses spezielle Arbeitsfeld an.

 

Die Studierende erarbeiten sich die Inhalte mit Arbeitsmappen, Online-Seminaren und Literatur eigenständig. Zum Ende der Semester sind Prüfungen in Form von Klausuren abzulegen. Am Ende des Studiums stehen die Bachelor-Thesis und die damit verbundenen Abschlussprüfungen. Absolventinnen und Absolventen tragen den akademischen Titel Bachelor of Engineering (B.Eng.), der deutlich auf die Verbundenheit zum Ingenieurswesen hinweist.

 

Studierende müssen die Klausuren und Prüfungen an den Hochschulen absolvieren. Das gilt teilweise auch für Projektarbeiten im Rahmen der Wahlpflichtmodule. Daher sollten Interessierte mit einer entsprechenden Anzahl erforderlicher Präsenztage rechnen.

 

Tipp: Absolventinnen und Absolventen haben gute Berufsaussichten. Dennoch sollten die Studierenden während des Fernstudiums Praktikumsstellen suchen, um ihre Kompetenzen durch praktische Erfahrungen zu steigern.

Inhalte des Fernstudiums

Das Fernstudium Bachelor Technische Informatik verbindet Informatik und Technik. Daher müssen die Studierenden mit auch mit einem inhaltlichen Brückenschlag zwischen Naturwissenschaften und Ingenieurswesen rechnen. Zum Ende des Studiums können die Studierenden außerdem bestimmte Themen vertiefen, indem sie gezielt Wahlmodule nutzen. Die Inhalte im Bachelor-Fernstudium bestehen in der Regel u. a. aus folgenden Themen:

  • Mathematik,
  • naturwissenschaftliche Grundlagen,
  • Informatik,
  • Elektrotechnik,
  • Automatisierungstechniken,
  • Grundzüge des Maschinenbaus,
  • Kommunikationstechnik,

Vertiefungs- und Spezialisierungsstudium

Durch Wahlpflicht- und Wahlmodule können die Studierenden sich im Laufe des Fernstudiums immer stärker spezialisieren. Das Vertiefungsstudium beinhaltet unter anderem Themen wie Automatisierungstechnik, Kommunikationstechnik, Maschinenbau und Energieinformationsnetze sowie Sensorik, Hardware-Design und    eingebettete Systeme. Diese Vertiefungsgebiete prägen das Wissensprofil der Studierenden. Sie reifen so zum Spezialisten für bestimmte Herausforderungen heran. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen.

Weiterführende Master-Fernstudiengänge für Technische Informatik

Mit dem Bachelor-Abschluss haben die Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, ein Masterstudium anzuschließen. Das Angebot ist bei den Fernstudiengängen mit einem klaren Bezug zur technischen Informatik jedoch überschaubar. Unter anderem bietet die Berliner Hochschule Beuth den Master in Computational Engineering an.

 

Andere Master sind im Fachbereich der allgemeinen Informatik zu finden, teilweise auch im Maschinenbau. Allerdings ist jeweils die Verknüpfung beider Bereiche nicht so stark, sodass jeweils ein spezialisiertes Vorwissen erforderlich ist. Neben Fernstudiengängen können die Studierenden Präsenzstudiengänge wählen.

Kosten und Voraussetzungen für das Fernstudium

Persönliche Voraussetzungen

Studierende sollten für ein Fernstudium grundsätzlich Disziplin, Lernfleiß und Selbstorganisation mitbringen. Da der Bachelor Technische Informatik außerdem zwei Themenbereiche in sich vereint, sollten Studierende über ein relativ breites Interessen- und Wissensgebiet verfügen. U. a. sind idealerweise folgende Kenntnissen und Eigenschaften hilfreich:

  • sehr gute Mathematikkenntnisse,
  • gute Physikkenntnisse,
  • möglichst großes Vorwissen in Informatik bzw. Computerhardware,
  • Programmiererfahrung,
  • großer Spaß an Technik,
  • gute Englischkenntnisse,
  • analytische Denkweise,
  • abstraktes Denken,
  • Teamfähigkeit,
  • kreative, aber sorgfältige Arbeitsweise.

 

Zugangsvoraussetzungen

Für das Fernstudium Technische Informatik gibt es keinen Numerus clausus. Als Zugangsvoraussetzungen ist das Abitur oder die allgemeine Fachhochschulreife ausreichend. Zusätzlich können due Fernhochschulen Interessierte zulassen, die einen Meister bzw. eine ähnliche Qualifikation oder aber eine zweijährige Ausbildung mit dreijähriger Berufserfahrung vorweisen können. Darüber hinaus lassen Fernhochschulen vereinzelt Studierende mit besonderer Eignung nach einem persönlichen Gespräch zu.

 

Vorleistungen aus Beruf und anderen Studiengängen können sich die Studierenden anrechnen lassen. Das ist sinnvoll, da sie so die Studiendauer und die Kosten reduzieren können.

Kosten eines Fernstudiums in Technische Informatik

Die zu erwartenden Kosten variieren je nach Fernhochschule. In der Regel fallen zwischen ca. 10.000 und 14.000 Euro reine Studienkosten an. Teilweise kommen noch Auslagen und Gebühren für Klausuren und Prüfungen hinzu. Die Gesamtsumme kann im Einzelfall entsprechend höher liegen.   

Fernstudium Bachelor Technische Informatik: Fördermöglichkeiten

Studierende können die Studienkosten ganz oder teilweise durch Fördermöglichkeiten decken. Die beiden Klassiker sind BAföG und Studienkredite. Darüber hinaus können Berufstätige auf Unterstützung durch den Arbeitgeber hoffen. Immer wieder unterstützen Unternehmen Qualifizierungsmaßnahmen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da sie selbst von ihrem Fachwissen profitieren können.

 

Allen Studierenden stehen außerdem Stipendien offen. Die Vergabe richtet sich allerdings nach sehr vielen unterschiedlichen Aspekten wie soziale Herkunft, Nationalität, besondere Lebenssituationen, Begabung, gewählte Hochschule, Wohn- oder Studienort sowie Branche. Daher ist es für alle Studierenden sinnvoll, entsprechende Möglichkeiten vor ihrem individuellen Hintergrund abzuklopfen.