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Berufsbild Berufskraftfahrer/in

Umschulung zum/zur Berufskraftfahrer/in
Umschulung zum/zur Berufskraftfahrer/in

Berufskraftfahrer/innen arbeiten in der Personenbeförderung oder im Güterverkehr. Sie führen Linien- oder Reisebusse und transportieren Güter aller Art mit Lkws. Eine sichere und ökonomische Fahrweise ist in diesem Beruf das Wichtigste. Jedoch müssen Berufskraftfahrer/innen unter anderem auch in der Lage sein, kleine Pannen selbst zu beheben. Busfahrern/-fahrerinnen obliegt zum Beispiel teilweise der Verkauf von Fahrscheinen, das Verladen des Gepäcks oder das Erteilen von Auskünften über Anschlussverbindungen.

Das Haupttätigkeitsfeld von Berufskraftfahrer/innen ist in Transportunternehmen des Personen- und Güterverkehrs zu finden, beispielsweise in Speditionen, Bus-Reiseunternehmen oder in kommunalen Verkehrsbetrieben. Weitere Arbeitsfelder bieten Kurier- und Post- oder Abschlepp- und Pannendienste, aber auch Betriebe der Abfallwirtschaft, der Getränkeherstellung sowie der Baustofftransport.

Berufskraftfahrer/innen im Fernverkehr sind häufig mehrere Tage unterwegs. Daher müssen sie damit rechnen, ihre Ruhezeiten nicht zu Hause verbringen zu können. Im Linienverkehr ist Schichtdienst die Regel, der sich auch über die Sonn- und Feiertage erstreckt. Im Reise- und Güterverkehr tätige Berufskraftfahrer/innen führen ihre Fahrzeuge innerhalb der Lenk- und Ruhezeiten sowohl tagsüber als auch nachts und an den Wochenenden. Dank moderner Technik, welche den Berufskraftfahrern den Alltag erleichtern, wie beispielsweise Standklimaanlagen oder Systeme zur Unterstützung beim Fahren, hat der Beruf erneut an Attraktivität gewonnen.

Nach Einschätzung von Branchenvertretern haben Berufskraftfahrer/innen langfristig gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Das Personal vieler Busunternehmen und Speditionen ist überaltert. Zudem besteht schon jetzt ein Mangel an qualifiziertem Fachpersonal. Der Erwerb von Zusatzqualifikationen während der Ausbildung erhöht die Chancen auf eine rasche Eingliederung in den Berufsalltag zusätzlich. Diese von Berufsschulen, Kammern und Betrieben angebotenen Maßnahmen umfassen sowohl allgemeine als auch berufsbezogene Kenntnisse und Fertigkeiten. Zum Teil lassen sie sich auf spätere Weiterbildungen anrechnen. Darüber hinaus bilden sie oftmals die Basis für den Einsatz in ausgewählten Bereichen wie dem Gefahrguttransport.

Gehalt als Berufskraftfahrer/in

Das Einkommen von Berufskraftfahrer/innen hängt insbesondere von den jeweiligen Anforderungen, aber auch von der Verantwortlichkeit und der Berufserfahrung ab. Zum Teil zahlen die Arbeitgeber neben der Grundvergütung Zulagen und Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld, 13. Monatsgehalt und vermögenswirksame Leistungen. Das tarifliche Bruttoentgelt kann beispielsweise 1.980 Euro im Monat betragen, unterliegt jedoch regionalen und branchenabhängigen Unterschieden.

Weitere Aufstiegsmöglichkeiten

Nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz besteht für in diesem Beruf Tätige die Pflicht zur Weiterbildung. Jeweils im Abstand von fünf Jahren ist nachzuweisen, dass das in der Grundqualifikation erworbene Wissen auf dem neuesten Stand gehalten wurde. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei neben der Verkehrssicherheit auch auf dem sparsamen Kraftstoffverbrauch. Eine fachliche Anpassungsweiterbildung bietet sich beispielsweise in den Bereichen Logistik, Straßenverkehr oder Unfallschutz an. Berufskraftfahrer/innen die sich spezialisieren möchten, finden entsprechende Angebote unter anderem in den Themenschwerpunkten Güter- oder Personenverkehr.

Für das berufliche Vorankommen stehen zahlreiche Aufstiegsweiterbildungen zur Auswahl. Naheliegend ist das Ablegen der Prüfung zum/zur Meister/in für Kraftverkehr. Auch Weiterbildungen wie die zum/zur Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik bilden eine gute Vorbereitung für Leitungs- und Spezialfunktionen, zum Beispiel auf mittlerer Führungsebene.

Berufskraftfahrer/innen, die im Besitz einer Hochschulzugangsberechtigung sind, können studieren und beispielsweise den Bachelorabschluss im Fach Fahrzeugtechnik erwerben. Ist keine schulische Zugangsberechtigung vorhanden, lässt sich bei Erfüllung bestimmter Bedingungen ein Studium zum Teil dennoch realisieren.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umschulung

Viele Busunternehmen und Speditionen nehmen ausschließlich Bewerber an, die zumindest 17,5 Jahre alt sind. Vertieftes Wissen in Mathematik, Deutsch, Physik, Werken/Technik und Englisch bietet beim Absolvieren der Umschulung einen Vorteil. EDV-Kenntnisse können beispielsweise bei der Arbeit mit Routenplanungssoftware weiterhelfen. Zudem zählen Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Mobilität, Flexibilität, eine gute körperliche und psychische Verfassung sowie Freude am Umgang mit technischem und digitalem Gerät zu den Grundvoraussetzungen für eine Tätigkeit in diesem Beruf.

Inhalte und Dauer der Umschulung

Berufskraftfahrer/in zählt zu den anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz. Die dreijährige Ausbildung ist bundesweit geregelt und wird in Handel und Industrie angeboten. Am Anfang steht die grundsätzliche Entscheidung, ob der Bewerber als Busfahrer oder als Lastwagenfahrer arbeiten möchte. Obwohl die Ausbildungsinhalte sich ähneln, erweist es sich später oftmals als schwierig, zwischen den Sparten zu wechseln.

Die Umschulungsmaßnahme zum/zur Berufskraftfahrer/in dauert zwei Jahre. In den Ausbildungsbetrieben sind die Umschüler gemeinsam mit Fachkräften in Fahrzeugen, Lagerhallen und Werkstätten sowie, beim Be- und Entladen, im Freien tätig. Sie überprüfen unter Anleitung die Betriebsbereitschaft der Verkehrsmittel, begleiten die Ausbilder in Bus oder Lkw und pflegen und reinigen „ihr“ Fahrzeug. Dabei müssen sie sich auf unvorhergesehene Zwischenfälle wie extreme Witterungsbedingungen, Unfälle oder Staus ebenso einstellen wie auf das Arbeiten unter Termindruck.

Finanzierung der Umschulung

Dient die Umschulung dazu, eine bestehende Arbeitslosigkeit zu beenden oder den drohenden Verlust des Arbeitsplatzes abzuwenden, ist die Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit möglich. Auch die Berufsgenossenschaften oder die Rentenversicherungsträger bieten unter bestimmten Voraussetzungen die Finanzierung der Ausbildung an.