Weiterbildung für Buchhalter/-innen: Aufstiegsmöglichkeiten

Weiterbildungsmöglichkeiten
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Buchhalter/-innen

Weiterbildung für Buchhalter/innen
Weiterbildung für Buchhalter/innen

Die Berufsbezeichnung „Buchhalter/-in“ ist gesetzlich nicht geschützt, was bedeutet, dass sich im Prinzip jeder als Buchhalter/-in bezeichnen kann. Anders verhält es sich, wird die Berufsbezeichnung um Attribute wie „geprüft“ oder „qualifiziert“ erweitert. Denn als geprüfte/r oder qualifizierte/r Buchhalter/Buchhalterin darf sich nur bezeichnen, wer eine entsprechende Weiterbildung absolviert hat. Gleiches gilt für Buchhaltungsfachkräfte oder die Fachkraft Buchhaltung. All diese Benennungen setzten voraus, dass der/die Buchhalter/-in eine erfolgreich bestandene Prüfung an der Industrie- und Handelskammer oder einer anderen autorisierten Weiterbildungseinrichtung nachweisen kann. Wenngleich es also Personen geben mag, die nach Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung bereits jahrelang als Buchhalter/-in tätig waren, empfiehlt es sich, eine Weiterbildung und Prüfung anzustreben, die zur Führung der offiziellen Berufsbezeichnung berechtigt. Durch qualifizierende Weiterbildungen besteht zudem die Möglichkeit, das vorhandene Wissen zu vertiefen und/oder zu aktualisieren. Eine Aufstiegsweiterbildung eröffnet neue Perspektiven im Beruf und damit auch die Chance, eine höhere Position einzunehmen.

Anpassungsqualifizierung und Spezialisierung

Weiterbildungen im Bereich Buchführung werden als Grundlagenkurse oder als Kurse für Fortgeschrittene angeboten. Es lassen sich allgemein Grundlagenkurse und Kurse, die zu einer Spezialisierung führen, unterscheiden. Themenschwerpunkte sind beispielsweise die Anlagenbuchführung und Bilanzbuchführung, internationale Rechnungslegung oder auch Reisekostenabrechnung. Teilnehmer/-innen wählen nach Bedarf branchenübergreifende oder branchenbezogene Seminare aus. Neben weiteren fachspezifischen Schwerpunkten wie beispielsweise Controlling, Revision oder Steuerrecht für Buchhalter/-innen stehen auch fachübergreifende Kurse wie Kommunikation zur Wahl. Dabei geht es nicht nur um den Erwerb mündlicher kommunikativer Kompetenzen, sondern auch um das Erstellen von Geschäftsberichten, um Protokollführung oder medienunterstützte Präsentationen. Alle Anpassungsqualifizierungen verhelfen den Teilnehmenden zu mehr Sicherheit im beruflichen Alltag, da sie vorhandenes Wissen vertiefen und aktualisieren.

Aufstiegsweiterbildung

Das Buchhaltungswesen unterliegt nicht zuletzt aufgrund der Verwendung elektronischer Medien und der zugehörigen Software einem beständigen Wandel. Wer sich weiterbilden und zugleich den beruflichen Aufstieg voranbringen möchte, sollte sich daher nicht allein auf die Verbesserung einzelner Kompetenzen ausrichten, sondern Weiterbildungen wählen, die zu einem qualifizierten Abschluss führen. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Weiterbildung zum/zur geprüften Bilanzbuchhalter/-in anzustreben. Andere Spezialgebiete, für die Aufstiegswillige sich qualifizieren können, sind die offiziell anerkannten Abschlüsse Finanzbuchhalter/-in, Lohn- und Gehaltsbuchhalter/-in, Kontokorrentbuchhalter/-in. Wer eine Aufstiegsweiterbildung erfolgreich absolviert, hat sich nicht allein für die den jeweiligen Bereich qualifiziert, er hat auch allgemeines Wissen erworben, das in leitender Position unabdingbar ist. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Studium oder Fernstudium, über das sich der Einstieg in die höheren Führungspositionen oder in die Selbstständigkeit eröffnet. Der grundständige Studiengang Finanz- und Rechnungswesen kann in vielen Fällen auch ohne Hochschulzugangsberechtigung studiert werden.

Vorteile durch die berufliche Weiterbildung für Buchhalter/-innen

Einkommen durch Weiterbildung und anerkannten Abschluss steigern

Unter den Beschäftigten im Buchhaltungswesen sind Buchhalter/-innen ohne weiterführende Qualifizierung die Geringverdiener. Zwar lässt sich im Laufe der Jahre eine Gehaltssteigerung erzielen, doch geht dem in der Regel eine Qualifizierung oder Spezialisierung voraus. Wer spezielle Kenntnisse vorzuweisen hat, die zu den Anforderungen eines Unternehmens passen, ist also klar im Vorteil. So liegt schon das Gehalt des/der geprüften Bilanzbuchhalters/-buchhalterin deutlich über dem von Debitoren oder Kreditoren, was mit EUR 1000 mehr im Monat zu Buche schlagen kann. Noch besser sieht es für Führungskräfte aus. Eine Aufstiegsweiterbildung lohnt sich finanziell besonders, wenn anschließend eine Anstellung als Leiter/-in im Controlling oder Rechnungswesen angestrebt wird. Selbstverständlich sind auch hier Faktoren wie die Größe des Unternehmens oder die Art der Qualifizierung zu berücksichtigen. Grundsätzlich lässt sich das Einkommen des/der Buchhalters/Buchhalterin durch den Wechsel in die Führungsebene jedoch um ein Zwei- bis Dreifaches steigern.* Wer sich mit einem eigenen Buchhaltungsbüro selbstständig macht, ist von der Zahl und Art seiner Aufträge abhängig. Die Aufstiegsqualifizierung sollte daher so gewählt werden, dass sie auch Themen umfasst, die für Selbstständige von besonderer Bedeutung sind, beispielsweise Kundenakquise und Kundenkommunikation, Marketing und verwandte Themen.

Interessante Aufgabengebiete, planbarer Aufstieg

Der Erfolg fällt niemandem in den Schoß – aber wer die fünfmonatigen bis dreijährigen Weiterbildungen erfolgreich absolviert, darf sich auf ein erweitertes Aufgabengebiet und eine deutliche Verbesserung seiner beruflichen Position freuen. Gerade in Zeiten von Finanz- und Bankenkrisen sind qualifizierte Beschäftigte im Rechnungs- und Finanzwesen für Unternehmen von unschätzbarem Wert. Die Bereichsleiter/-innen für Finanzen und Verwaltung großer Unternehmen übernehmen ein breites Aufgabengebiet, planen und kalkulieren selbstständig, erstellen Berichte, motivieren und führen die Mitarbeiter/-innen oder kümmern sich um internationale Kontakte – wozu allerdings zusätzlich Fremdsprachenkenntnisse erforderlich sind. In den obersten Führungsebenen sind in der Regel Buchhalter/-innen beschäftigt, die sich über ein Studium qualifiziert haben. Doch auch die mittleren Ebenen bieten bereits ein deutlich abwechslungsreicheres Betätigungsfeld. Und da immer mehr kleine und mittlere Unternehmen zum Outsourcen bestimmter Bereiche übergehen, für die sie sich eigenes Personal nicht leisten können oder wollen, bestehen auch für Selbstständige gute Chancen auf eine erfolgreiche Existenzgründung.