Weiterbildung für Ernährungs- und Fitnessberater/innen (Gesundheit/Sport)

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Ernährungsberater und Fitnessberater

Weiterbildung für Ernährungs- und Fitnessberater/innen
Weiterbildung für Ernährungs- und Fitnessberater/innen

Neben einer vorhandenen Disposition sind es häufig Ernährungsfehler und Bewegungsmangel, die schon bei Kindern zu Erkrankungen wie Adipositas oder Diabetes führen. Zu den Aufgaben von Ernährungs- und Fitnessberatern/-beraterinnen im Bereich Gesundheit/Sport gehört es, präventive und kurative Maßnahmen anzubieten und auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Klientel abzustimmen. Doch auch Leistungssportler/-innen benötigen intensive Beratung, um eventuellen Schäden durch Überbeanspruchung zu entgehen und ihre Leistungsfähigkeit durch eine optimale Ernährung zu erhöhen. Eine dritte große Gruppe, die von Ernährungs- und Fitnessberatern/-beraterinnen betreut wird, bilden all jene Menschen, die aus beruflichen Gründen für Erkrankungen, wie sie beispielsweise durch eine überwiegend sitzende Tätigkeit eintreten können, prädestiniert sind. So ergibt sich ein breites und vielfältiges Aufgabenfeld, das von Ernährungs- und Fitnessberatern/-beraterinnen fundierte theoretische und praktische Kenntnisse erfordert, die zudem noch beständig aktualisiert werden müssen. Ob also Ernährungspläne für Allergiker zu erstellen sind oder die Gewichtsabnahme im Vordergrund steht – die Notwendigkeit zur kontinuierlichen Weiterbildung ergibt sich für die Gesundheitsberufe und somit auch für Ernährungs- und Fitnessberater/-innen im Bereich Gesundheit und Sport in besonderer Weise.

Anpassungsqualifizierung und Spezialisierung

Gesundheitsförderung ist das allgemeine Thema, das Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung für Ernährungs- und Fitnessberater/-innen charakterisiert. Doch Gesundheitsförderung steht als Begriff nicht im luftleeren Raum, sondern muss durchdachten Konzepten folgen, die fachlich fundiert und für die jeweilige Klientel umsetzbar sind. In Fortbildungen setzen sich Ernährungs- und Fitnessberater/-innen mit den Möglichkeiten auseinander, solche Konzepte zu erarbeiten und mit ihren Kunden einzuüben. Ein Schwerpunkt kommt dabei der veränderten Rollendefinition von Patient/-in und Therapeut/-in zu, die nicht mehr hierarchisch gedacht wird, sondern eher den Vorstellungen von Teamarbeit folgt. Dabei findet auch der Begriff der Eigenverantwortung von Patienten/Patientinnen zunehmend Berücksichtigung. Für Ernährungs- und Fitnessberater/-innen, die mit Leistungssportlern/-sportlerinnen arbeiten, sind alle Fragen der Leistungsdiagnostik von besonderer Bedeutung. Auch hierzu werden in Fachfortbildungen theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten vermittelt. Neben den Soft Skills sind zudem Kenntnisse in der Waren- und Produktkunde für Ernährungs- und Fitnessberater/-innen unabdingbar; so sollten sich diese beispielsweise mit den gesetzlichen Grundlagen zum Umgang mit frei verkäuflichen Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln befassen.

Aufstiegsweiterbildung

Für Ernährungs- und Fitnessberater/-innen werden eine Reihe von Aufstiegsweiterbildungen angeboten, in denen die Teilnehmenden auf die Übernahme leitender Tätigkeiten oder auf die Selbstständigkeit vorbereitet werden. Der Zugang zu diesen Weiterbildungen ist in der Regel von der Erstausbildung abhängig, da Ernährungs- und Fitnessberater/-innen ihren Beruf in einem Studium beziehungsweise Fernstudium oder in einer außeruniversitären Weiterbildung erlernt haben. Wer also bereits einen Bachelorabschluss in Diätetik, Ernährungswissenschaft oder Gesundheitsmanagement vorzuweisen hat, kann sich über ein Masterstudium weiter qualifizieren. Alle anderen beginnen mit einem grundständigen Studium in einem der genannten Fächer; in vielen Fällen kann ein Studium auch ohne Nachweis der Hochschulreife aufgenommen werden. Neben den staatlichen Universitäten bieten auch nicht-staatliche Bildungsträger und Akademien Weiterbildungen für Ernährungs- und Fitnessberater/-innen an. Häufig werden die Angebote unter ihrer englischsprachigen Bezeichnung gelistet, beispielsweise als Bachelor in Social, Healthcare and Education Management. Einen Masterstudiengang „Sport und Ernährung“ bietet die Universität Halle seit geraumer Zeit an.

Kein spezieller Zugang ist für Ernährungs- und Fitnessberater/-innen im Bereich Gesundheit und Sport erforderlich, die sich mit einem eigenen Büro oder Studio selbstständig machen wollen. Es empfiehlt sich jedoch die Teilnahme an Weiterbildungen, in denen alle Aspekte der Existenzgründung thematisiert werden.

Vorteile durch Weiterbildung für Ernährungs- und Fitnessberater im Bereich Gesundheit/Sport (m/w)

Bessere Entgeltgruppe durch Übernahme komplexerer Aufgabengebiete

Ernährungs- und Fitnessberater/-innen, die in öffentlichen Einrichtungen beschäftigt sind, werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt. Ihr monatliches Bruttoeinkommen liegt je nach Entgeltgruppe bei 3200 bis 5000 Euro. Dabei wirkt sich gerade das Absolvieren von Fach- und Aufstiegsweiterbildungen positiv auf die Höhe des Einkommens aus, sofern im Anschluss ein Wechsel in die Führungsetage oder doch zumindest die Übernahme komplexerer Aufgaben mit höherer Verantwortung erfolgt. Im privaten Dienstleistungssektor besteht keine Verpflichtung zu einer tariflichen Entlohnung, es liegt aber nahe, dass auch dort hoch qualifizierte Kräfte besser bezahlt werden als Angestellte mit einer Basisqualifikation.

Qualifikation für einen wachsenden Markt

In gleichem Maße, in dem die sogenannten Zivilisationskrankheiten zunehmen, wächst auch das Verlangen nach gesunden Nahrungsmitteln und ausgleichenden Bewegungsangeboten. Doch ist es für viele Menschen schwierig, schlechte Gewohnheiten ohne Hilfe aufzugeben oder die für sie angemessene Ernährungs- und Bewegungsform zu finden. Wenngleich also das Angebot an Kursen und Seminaren bereits groß ist, lässt sich der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften als steigend prognostizieren. Wer sich als Ernährungs- und Fitnessberater/-in weiter qualifizieren und stets auf dem neuesten Stand bleiben möchte, wird aus dem Angebot an Fort- und Weiterbildungen hohen Nutzen ziehen, sei es als Angestellte/-r, als Pflegeleitung oder auch als selbstständiger/selbstständige Berater/-in.

Wie werde ich Personal Trainer?

Personal Trainer kennt man aus den USA schon seit Jahren. Mit ihnen verbindet man das Training mit Promis, Glanz und Glamour. Mittlerweile hat sich der Beruf auch in Deutschland etabliert, allerdings ist es keinesfalls so das ausschließlich Schauspieler, Musiker, etc. sich einen Personal Trainer leisten möchten. Ganz im Gegenteil ist es so, dass der Großteil der Personal Training Kunden gesundheitsbewusste Menschen aus den verschiedensten Zielgruppen sind.

Der Beruf des Personal Trainers ist kein geschützter Begriff. Das bedeutet, dass jeder der mag, sich Personal Trainer nennen darf und seine Dienstleistungen anbieten kann. Das führt zu dem Problem, dass es viele Trainer gibt, die unseriös, unerfahren und vor allem unqualifiziert sind. Dadurch steigt die Verletzungsgefahr beim Kunden ebenso stark an wie die Möglichkeit, dass der Kunde völlig falsch trainiert und seine Ziele nicht erreichen wird. Daher hat sich der Bundesverband Personal Training (BPT) gegründet. Diesem kann man beitreten wenn man gewisse Qualifikationen vorweisen kann und das Siegel des BPT’s dient somit als eine Art Qualitätsmerkmal. Qualifikationen die man vorweisen können muss, um dem Bundesverband Personal Training beitreten zu können sind bspw. die folgenden:

  • Sportstudent/in oder abgeschlossenes Sportstudium
  • Fortbildung zum Personal Trainer/in
  • Auszubildende/r oder Absolvent/in im Bereich Physiotherapie
  • Sport- und Gymnastiklehrer
  • Fitness- und Aerobictrainer
  • Sportärzte
  • Übungsleiter/in auf Vereinsebene

Das allgemeine Know how eines Personal Trainers

Trainingslehre und anatomische Grundkenntnisse sollte ein Personal Trainer definitiv mitbringen, damit er weiß wovon er spricht und ein Bild davon hat welcher Muskel was für eine Funktion hat. Ohne dieses Grundwissen kann der Personal Trainer kein effizientes, zielorientiertes Training gestalten. Weiterhin ist es wichtig ein Auge für Fehlhaltungen, Mobilitätsmangel, Kraftdefizite usw. zu haben. Nur dann ist es dem Trainer auch möglich individuell auf den Kunden zu reagieren und ihm plausibel erläutern wo seine Schwachstellen liegen. Zu den weiteren Aufgaben des Personal Trainers gehört es, dem Kunden eine gesündere Ernährung anzugewöhnen, daher sollte auch in diesem Bereich eine gewisse Kenntnis gegeben sein. Neben der Methodenkompetenz (Vermittlung von Fachwissen) spielt die Sozialkompetenz, also das Hineinversetzen des Trainers in den Kunden, eine große Rolle. Einer der wichtigsten Punkte ist es, den Kunden motivieren zu können und ihm so die Freude an Fitness und Gesundheit näherzubringen. Selbstständige Personal Trainer kommen des Weiteren nicht drum herum sich mit Betriebswirtschaft und Marketing auseinanderzusetzen.

Bevor man eine Ausbildung beginnt

Im Sportstudium kann man sich seine Schwerpunkte so legen, dass man seine Stärken und Wünsche sehr gut berücksichtigen kann. Wenn man nicht Sport studiert oder studieren möchte, kein Physiotherapeut oder in der Ausbildung zu solch einem Fach ist, sollte man sich vorher genau überlegen wo die eigenen Stärken, Interessen und Möglichkeiten liegen. Es gibt unzählige Ausbildungen in der Fitnessbranche aber anstatt sich so breit wie möglich aufzustellen macht es Sinn sich ein oder zwei Spezialgebiete heraus zu suchen und so etwas Besonderes zu werden. Hier zählt nicht, alles so ein bisschen zu können, sondern einiges richtig gut. Es gibt einige Möglichkeiten im Sport als Personal Trainer zu arbeiten. Dem einen liegt Yoga, dem anderen eher das Fitnesstraining im Fitnessstudio, der Dritte gibt lieber Outdoor Training. Der Vierte konzentrierte sich auf eine Gesundheitsberatung, während der Fünfte den meisten Spaß an Rückenschulen hat.

Wo werden solche Ausbildungen angeboten?

Im Mittelpunkt der Überlegung welche Ausbildung ich wähle, sollte also das spätere Tätigkeitsfeld stehen. Wenn man sich darüber bewusst ist, kann man sich bei den verschiedenen Instituten umschauen. Das Mindeste, was man anstreben sollte, ist eine Fitness Trainer B-Lizenz, welche einen mit wichtigem Grundwissen in Sport, Anatomie- und Trainingslehre versorgt. Hat man eine B-Lizenz erworben, so ist man bereits befähigt mit Kunden im Kraft- und Muskelaufbau, sowie Ausdauer und funktionellem Training zu arbeiten. Die B-Lizenz dient oftmals als Voraussetzung um weitere Spezialisierungen erwerben zu können. Etwas umfangreicher ist die Personal Trainer A-Lizenz, die eine zielgerichtete sportliche sowie eine unternehmerische Ausbildung umfasst. Zweiter Punkt ist gerade für angehende selbstständige Personal Trainer von großem Vorteil. Diese und einige weitere Ausbildungen können bei vielen verschiedenen Instituten und Hochschulen wie die Deutsche Trainer Akademie (DTA), der Sportlerei Akademie, Meridian Academy, Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) usw. erworben werden. Die Ausbildungen liegen in einem finanziellen Rahmen zwischen ca. 900 und 1.800 Euro. In der Regel diese als Tages- oder/und Wochenlehrgänge angeboten. Es sollten zwischen 40-120 Unterrichtseinheiten kalkuliert werden.

Tipps

Wurde eine oder mehrere Ausbildung/en erfolgreich absolviert, so bedeutet das nicht, dass man ausgelernt hat. Um nicht auf der Stelle zu treten sollte man nie aufhören sich weiterzubilden. Hierzu zählt insbesondere das Lesen von Fachbüchern. Diese sind unheimlich hilfreich Welchen Grund gäbe es, nicht von den Erfahrungen anderer sehr guter Trainer und Physiotherapeuten zu profitieren? Als Beispiel können Michael Boyle und Gray Cook genannt werden.

Um so schnell wie möglich an das Ziel zu kommen, empfiehlt es sich während der Ausbildung ein Praktikum zu machen und anschließend Erfahrungen zu sammeln. Hier bietet sich eine Trainertätigkeit in einem Fitnessstudio an, da Erfahrungswerte durch keine Ausbildung der Welt ersetzt werden können. 

Quelle: Manuel Schröder, Personal Trainer aus Köln.