Weiterbildung für Maurer/innen: Aufstiegsmöglichkeiten

Weiterbildungsmöglichkeiten
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Sie möchten sich als Maurer beruflich weiterentwickeln? Sehr gut!

Weiterbildung für Maurer/innen:
Weiterbildung für Maurer/innen:

Die erste Prüfung, die Maurer/-innen bestehen müssen, ist die Gesellenprüfung. Doch bedeuten deren Bestehen und der Eintritt in das Berufsleben nach der Ausbildung noch nicht, dass Maurer/-innen sich nicht mehr weiterbilden müssten oder könnten. Gerade im Handwerk sind die Möglichkeiten, sich höher zu qualifizieren besonders gut; und auch, wer keine Karriere plant, ist aufgefordert, sich kontinuierlich weiterzubilden, um Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen oder zu aktualisieren. Denn nicht nur die Materialien und Baustoffe ändern sich, auch bezüglich ihres Einsatzes oder einzuhaltender Sicherheitsvorkehrungen gibt es immer wieder Neues zu lernen. Darüber hinaus können Maurer/-innen sich in Anpassungsqualifizierungen Kenntnisse aneignen, die für ihre gegenwärtige Tätigkeit besonders wichtig sind, oder sich für bestimmte Bereiche spezialisieren. Eine Aufstiegsweiterbildung ebnet Maurern/Maurerinnen den Weg in ein gänzlich neues Tätigkeitsfeld oder bereitet sie auf die Übernahme von leitenden Positionen bzw. auf eine selbstständige Tätigkeit vor.

Anpassungsweiterbildung und Spezialisierung

Für Maurer/-innen werden zahlreiche ein- bis mehrtägige Fortbildungen und Seminare angeboten, die sie mit bestimmten Aufgabengebieten bekannt machen. Dazu gehört beispielsweise eine Fortbildung im Mängelmanagement, die speziell Fachkräften anempfohlen wird, die im Auftrag ihres Unternehmens Beschwerden von Kunden aufnehmen, Mängel analysieren und dokumentieren oder auch Firmen mit deren Beseitigung beauftragen müssen. Deutlich umfangreicher ist die Fortbildung zur Fachkraft für Schimmelpilzsanierung. Darin geht es nicht allein um die Schadensprüfung, auch Sanierungskonzepte und Sanierungstechniken werden vorgestellt. Neben derartigen Anpassungsqualifizierungen können Maurer/-innen sich auf verschiedene Bereiche spezialisieren, beispielsweise als Bagger- oder Kranführer/-in, als Baumaschinenführung, als Sachkundige für Baumaschinen und dergleichen mehr. Neben Fortbildungen, die fachbezogen weiterbilden, werden zudem Lehrgänge angeboten, in denen Maurer/-innen sich mit EDV-Anwendungen für das Bauwesen oder auch mit den Bereichen Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz befassen. Wer eine Fortbildung zum Vorarbeiter anstrebt, dafür aber nicht die schulischen Grundlagen mitbringt, kann sich über einen vorbereitenden Lehrgang dafür qualifizieren.

Aufstiegsweiterbildung

Ein Aufstieg in leitenden Positionen ist für Maurer/-innen möglich, die sich über eine Aufstiegsweiterbildung qualifizieren. Anders als Anpassungsqualifizierungen und Spezialisierungen sind diese in der Regel recht umfangreich und häufig auch in Vollzeit zu absolvieren. So können Maurer/-innen nach entsprechender Vorbereitung Meister oder Polier werden, sich auf die staatliche Prüfung für Techniker/-innen vorbereiten oder sich zum/zur technischen Fachwirt/-in fortbilden. Bei der Ausbildung zum/zur Techniker/-in handelt es sich um eine schulische Qualifizierung, für die ein Realschulabschluss und berufliche Praxis nachgewiesen werden muss. Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, dem steht es frei, Studiengänge wie Architektur, Bauingenieurswesen oder auch Baubetriebswirtschaft für den beruflichen Aufstieg zu absolvieren.

Vorteile durch eine Weiterbildung für Maurer (m/w)

Deutliche Steigerung des Bruttoverdienstes

Maurer und Maurerinnen erzielen über eine berufliche Weiterbildung umfangreichere Kenntnisse und haben damit gute Chancen, ihr jeweiliges Bruttoeinkommen zu erhöhen. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Maurern und Maurerinnen lag 2006 bei 29.968 Euro im Jahr. Allerdings zeigt sich eine ungleiche Verteilung nach Geschlecht, Bundesland, Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit und anderen Faktoren. Aus den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes wird deutlich, dass ein höheres Lebensalter und eine längere Betriebszugehörigkeit das Bruttoeinkommen steigen lassen, dies ist schon darin begründet, dass Maurer/-innen nach Tarif bezahlt werden. Und doch lässt sich mit Blick auf das Lebensalter und die Dauer der Betriebszugehörigkeit keine kontinuierliche Steigerung feststellen, was bedeutet, dass andere Faktoren stärker gewichtet werden können. Hierzu zählt beispielsweise die Einordnung in Leistungsgruppen. Je komplexer ein Aufgabengebiet, je mehr Verantwortung übernommen wird und Fachkenntnis erforderlich ist, desto eher steigen Maurer/-innen innerhalb der Eingruppierung auf und verbessern damit auch ihre Verdienstmöglichkeiten. So können schon Anpassungsqualifizierungen und Spezialisierungen zu einer höheren Eingruppierung führen. Vollends besser wird die finanzielle Situation durch eine Aufstiegsweiterbildung. Ein Techniker/eine Technikerin beispielsweise verdiente 2006 durchschnittlich 49. 976 Euro jährlich, für Architekten/Architektinnen und Bauingenieure/Bauingenieurinnen lag das jährliche Bruttogehalt bei 54.000 Euro.

Wege zu mehr Verantwortung und Selbstständigkeit

Finanziell zahlt sich die Weiterbildung für Maurer/-innen also ganz klar aus. Und auch wer den Wechsel oder ein erweitertes Beschäftigungsfeld sucht, wer im Beruf mehr Verantwortung übernehmen möchte, wird durch eine entsprechende Fortbildung zufriedengestellt. Sei es, indem er oder sie neben der praktischen Tätigkeit leitende Aufgaben übernimmt, sei es, indem er oder sie sich Spezialgebieten widmet, Aufgaben im Qualitätsmanagement übernimmt, Aufträge akquiriert, sich in der Ausbildung engagiert oder sich mit einer eigenen Baufirma selbstständig macht.

• Quelle: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/VerdiensteArbeitskosten/VerdiensteBerufe/VerdienstenachBerufe5621108069004.pdf?__blob=publicationFile