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Fernstudium Bachelor of Laws Jura/Wirtschaftsrecht

WuU.de Redaktion

Inhalte im Fernstudium Bachelor Jura/Wirtschaftsrecht

Das Fernstudium zum Bachelor of Laws Jura/Wirtschaftsrecht beinhaltet Themen der Betriebswirtschaft, des Rechts, der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und des internationalen Wirtschaftsrechts. Der Fokus liegt dabei auf der Vermittlung von Kenntnissen, die erforderlich sind, um in Berufen zu arbeiten, die Wirtschaft und Recht miteinander verbinden. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, kaufmännische Vorgänge und unternehmerische Entscheidungen vorzubereiten und bezüglich des Rechts umzusetzen.

Die Gewichtung der Fächer unterscheidet sich je nach Hochschule. In der Regel überwiegen juristische Fächer; hinzu kommen wirtschaftswissenschaftliche und übergreifende Fächer, welche notwendige Schlüsselqualifikationen vermitteln. Wer sich stärker auf das Recht konzentrieren möchte, findet eine Alternative im Bachelor-Fernstudium Rechtswissenschaften.

Vertiefungs- und Spezialisierungsstudium

Im Verlauf des Studiums entscheiden sich die Studierenden für einen Studienschwerpunkt, der ihren Neigungen als angehender Wirtschaftsjurist am ehesten entspricht. Die Ausrichtung bzw. Schwerpunktsetzung kann von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein. Neben Marketing und Sales, Financial Services, Human Resources und Tax & Audit stehen beispielsweise auch Merger & Akquisition sowie Immobilienrecht zur Auswahl.

Welche Vorteile ergeben sich durch das Fernstudium?

Gehalt

Wirtschaftsjuristen können in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen. Die Spanne der Gehälter ist daher sehr breit. Sowohl das persönliche Auftreten und Verhalten während des Bewerbungsgesprächs als auch die Noten aus dem Bachelor-Studium und bereits vorhandene Praxis- und Berufserfahrungen haben zum Teil einen maßgeblichen Einfluss auf das Gehalt. Aktuelle Gehaltsdaten nach Beruf und Region zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Die Region, in welcher der Absolvent/die Absolventin sich bewirbt, spielt ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle. Die Unternehmensgröße darf gleichfalls nicht außer Acht gelassen werden. Dafür übernimmt ein/e Wirtschaftsjurist/in in einem kleinen Betrieb meist wesentlich mehr Verantwortung und hat einen entsprechend großen Einfluss auf die Belange der jeweiligen Firma.

Arbeitsgestaltung

Wirtschaftsjuristen/-juristinnen erledigen ihre Aufgaben zumeist im Rahmen von Zielvorgaben selbstständig und eigeninitiativ. Häufig sind sie jedoch auch in ein Team eingebunden, in dem sie gemeinsam mit Kollegen juristische Fragestellungen bearbeiten, beispielsweise in der Rechtsabteilung eines Versicherungskonzerns. Je nach Aufgabengebiet beraten sie Kunden oder Mandanten, führen Verhandlungen mit Geschäftspartnern und bereiten sich zusammen mit beauftragten Rechtsanwälten/-anwältinnen auf Gerichtsprozesse vor.

Übernehmen Wirtschaftsjuristen die Leitung eines Projektteams, obliegen ihnen Planung, Organisation und Personalführung. Sie koordinieren die Zusammenarbeit der beteiligten Mitarbeiter/innen, behalten den Überblick und achten auf die Einhaltung des Terminplanes.

Ablauf des Fernstudiengangs

Die Regelstudienzeit für das Fernstudium Bachelor of Laws Jura/Wirtschaftsrecht hängt von Hochschule und Studienmodell ab und liegt meist zwischen drei und vier Jahren. Viele Fernhochschulen ermöglichen eine Verlängerung der Betreuungszeit ebenso wie das vorzeitige Abschließen des Studiums; Bedingungen und mögliche Zusatzkosten nennen die Hochschulen. Den größten Teil des Lehrinhalts eignen sich die Studierenden im Selbststudium an, ergänzt durch Präsenzphasen. Hinzu kommen Online-Seminare und bei einigen Hochschulen ein internationales Seminar im Ausland.

Die Studenten/Studentinnen erhalten regelmäßig ihre Studienunterlagen (Studienhefte, Nachschlagewerke, digitale Lernmaterialien etc.) zugesendet bzw. online bereitgestellt und bearbeiten diese flexibel und bequem von zu Hause aus. Zudem steht rund um die Uhr ein Online-Campus zur Verfügung, um Kontakt zu Tutoren oder Kommilitonen aufzunehmen oder zusätzliche Informationsangebote zu nutzen.

Berufsperspektiven

In den letzten Jahren hat sich der Wirtschaftsjurist neben dem Betriebswirt und dem klassischen Volljuristen als eigenständiger Beruf etabliert. Er ist besonders in Unternehmensbereichen gefragt, die insbesondere interdisziplinäre Fähigkeiten in juristischen und ausgewählten betriebswirtschaftlichen Fachgebieten erfordern.

Während es dem ausgebildeten Volljuristen häufig am notwendigen Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge fehlt, mangelt es dem klassischen Betriebswirt oft an den nötigen juristischen Kenntnissen. Diese Lücke kann der Wirtschaftsjurist schließen.

Den Absolventen/Absolventinnen des Fernstudiums Bachelor of Laws Jura/Wirtschaftsrecht bieten sich nicht nur Arbeitsmöglichkeiten in den klassischen juristischen Bereichen, sondern auch in den aus einer immer komplexer werdenden Dienstleistungsgesellschaft hervorgehenden neuen Arbeitsmärkten. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Tätigkeiten als kaufmännisch-juristischer Mitarbeiter in Versicherungen, Geldinstituten, Vermögens- und Immobilienverwaltungen, Unternehmensberatungsfirmen, Unternehmen der Tourismusbranche oder in mittelständischen Handels- und Industrieunternehmen. Für die Berufe Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt oder Notar ist dagegen die Befähigung zum Richteramt erforderlich, die ein rechtswissenschaftliches Universitätsstudium mit erster Prüfung und den anschließenden Vorbereitungsdienst mit zweiter Staatsprüfung voraussetzt (§ 5 Deutsches Richtergesetz); ein Bachelor- oder Masterabschluss in Wirtschaftsrecht genügt dafür nicht.

Die Arbeit im Einkaufs-, Vertriebs- und Entwicklungsbereich ist ebenso möglich wie ein Einstieg als Personalreferent, mit Berufserfahrung auch in Personalleitung oder Geschäftsführung, als Mitarbeiter von Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferbüros mit juristisch-kaufmännischen Aufgaben, als leitende Mitarbeiter in Vereinen und Verbänden etc. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist denkbar, etwa in der Unternehmensberatung. Rechtsdienstleistungen dürfen dabei nur im Rahmen des Rechtsdienstleistungsgesetzes erbracht werden; für die Tätigkeit als Steuerberater ist zusätzlich die Steuerberaterprüfung erforderlich.

Weiterführende Master-Fernstudiengänge

Für manche Führungspositionen kann ein weiterführendes Studium von Vorteil sein. Bei Erfüllung der Zugangsbedingungen der jeweiligen Hochschule bietet sich die Fortsetzung des Studiums in einem fortführenden Studienfach und der Erwerb des Masterabschlusses an, beispielsweise in Wirtschaftsrecht, Rechtswissenschaft, Kriminologie oder Öffentlichem Recht. Einen Überblick über Master-Fernstudiengänge gibt die Seite Master-Fernstudium.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter, Dauer und Lernform; aktuelle Preise nennen die Anbieter in ihren Kursangaben. Bei einem Vergleich sollten Interessierte auch Gebühren für Prüfungen und Präsenzveranstaltungen berücksichtigen.

Für die Finanzierung kommen unter anderem Studienkredite, Stipendien oder eine Beteiligung des Arbeitgebers in Frage. BAföG kommt nur in Betracht, wenn das Studium als Vollzeitstudium angelegt ist und die Arbeitskraft voll in Anspruch nimmt; berufsbegleitende Fernstudiengänge in Teilzeit sind in der Regel nicht BAföG-förderfähig. Ob eine Förderung möglich ist, hängt von Ihrer Situation ab – der Förder-Check zeigt die Wege.

Gehalt, Zukunft und Arbeitsmarkt

Gehalt & Perspektive

Was verdient man in diesem Zielberuf? Hier siehst du die Spanne vom unteren bis zum oberen Viertel.

Median-Bruttogehalt im Zielberuf*
6.886 €
pro Monat
Gehaltsspanne im Beruf
Unteres Viertel
Q25 – ein Viertel verdient weniger
5.328 €
Median
die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger
6.886 €

Brutto pro Monat, Vollzeit.

Zielberuf

Wirtschaftsjurist/in
6.886 €

* Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 07/2026 · Datenquellen

Zukunft: Wie automatisierbar ist der Beruf?

Wie viele Kerntätigkeiten dieses Berufs heute schon Computer oder computergesteuerte Maschinen übernehmen könnten – technische Machbarkeit, keine Jobverlust-Prognose.

Wirtschaftsjurist/in
mittleres Substituierbarkeitspotenzial
57 %*
der Kerntätigkeiten könnten heute schon Maschinen übernehmen
Verlauf seit 2013
2013: 23 % · 2016: 46 % · 2019: 46 % · 2022: 57 %
Veränderung seit 2013: +34 Prozentpunkte

* Quelle: IAB-Job-Futuromat, Stand 2022 · Datenquellen

KI & Zukunft

Wie stark generative KI diesen Zielberuf verändern könnte – als Potenzial je Berufsgruppe, keine Jobverlust-Prognose.

Wirtschaftsjurist/in
GenAI-Potenzial*: minimal exponiert
ILO-Task-Score 20250.37 / 1
LLM-Exposition der US-Berufsgruppe (γ, Näherung)0.65 / 1
Basis: 4 bewertete berufstypische Tätigkeiten (ILO)

* Quellen: ILO Working Paper 140 (Gmyrek et al. 2025, CC BY 4.0); Eloundou et al. 2024 (US-Näherung) · Datenquellen

Arbeitsmarkt & Trends*

Wie sich der Arbeitsmarkt der Zielberufe entwickelt – offene Stellen, Gehalt und Beschäftigung im Zeitverlauf, dazu die prägenden Themen.

Offene Stellen
▲ +92 % seit 2012
196
gemeldete Stellen · Wirtschaftsjurist/in
Gehaltsverlauf
▲ +23 % seit 2017
6.886 €
Median brutto/Monat · Wirtschaftsjurist/in
Beschäftigung
▲ +36 % seit 2012
21.409
sozialvers. Beschäftigte · Wirtschaftsjurist/in
Zukunftstechnologien & prägende Tätigkeiten
  • Kundenberatung, -betreuung
  • Handelsrecht
  • Vertragsrecht
  • Wirtschaftsrecht
  • Jahresabschluss
  • Fachterminologie (juristisch)
  • Fachterminologie (Wirtschaft)
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Volkswirtschaftslehre
  • Rechtswissenschaften
heute schon automatisierbar

„Automatisierbar“ meint die technische Ersetzbarkeit der Tätigkeit, keine Jobverlust-Prognose.

* Quelle: IAB-Job-Futuromat, Stand 2024 · Datenquellen

Weitere Ratgeber