Palliative Care ist ein umfassendes Konzept für die Pflege und Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase und der Begleitung ihrer An- und Zugehörigen. Ziel ist es, durch die Linderung belastender Symptome und die professionelle Begleitung die Lebensqualität bestmöglich zu sichern. Diese Weiterbildung greift die zentralen Fragen der palliativen Pflege auf und vermittelt Einsichten, Standpunkte sowie die entsprechenden sozialen, fachlichen und methodischen Kompetenzen. In dieser Weiterbildung sollen neben Aufgaben und Anforderungen von spezialisierten Palliativeinrichtungen auch Fragen der palliativen Versorgung und älterer und dementer Menschen in Altenpflegeeinrichtungen behandelt werden.
Diese Fortbildung qualifiziert daher zugleich für die Mitarbeit in ambulanten und stationären Hospizeinrichtungen, SAPV-Teams, Palliativstationen in Krankenhäusern sowie Altenpflegeeinrichtungen.

Mit dem einwöchigen Aufbaumodul pflegerische/r Schmerzexperte/in ist zusätzlich eine Qualifikation für Aufgaben in Pflegeinrichtungen nach dem Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege möglich. Der Expertenstandard sieht vor, dass Pflegekräfte solche Experten bei Bedarf hinzuziehen können. Dazu brauchen Pflegeeinrichtungen eigene Fachkräfte oder arbeiten mit externen Schmerzexperten/innen zusammen.
Die anderen Ergänzungsmodule sind in erster Linie für die Übernahme der Leitung von ambulanten Hospizdiensten konzipiert.

Rechtliche Grundlagen für diese Weiterbildung sind:
Rahmenvereinbarungen nach § 39a Abs.1 Satz 4 SGB V (stationär) und § 39a Abs.2 Satz 8 SGB V (ambulant Erwachsene), Rahmenvertrag nach §132d Abs.1 Satz 1 SGB V (SAPV-Erwachsene) und spezifischen Regelungen für Krankenhäuser

Hinweis: Für auf Kinder spezialisierte SAPV-Teams und ambulante Kinderhospizdienste ist diese Weiterbildung nicht geeignet. Hierfür ist eine andere Weiterbildung vorgeschrieben.