Heilpädagoginnen und -pädagogen unterstützen Menschen mit Behinderung und/oder Benachteiligung auf ihrem individuellen Weg.
Diese Unterstützung ist vielfältig: sie reicht von der Diagnostik, der Durchführung individueller Fördermaßnahmen, über Hilfen zur Erziehung und Beratung bis zur Assistenz und dem Aufbau sozialer Netzwerke und der Inklusionsbegleitung.
Die Ausbildung versteht sich als Qualifizierungsangebot für beruflich erfahrene Fachkräfte, welche ihre Kompetenzen durch das heilpädagogische Denken und Handeln vertiefen, erweitern und differenzieren möchten.
Heilpädagoginnen und -pädagogen stehen vielfältige soziale Arbeitsfelder offen wie z.B.:
- Frühförderstellen
- Kindertageseinrichtungen
- Kliniken
- Beratungsstellen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Einrichtungen der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und der Altenhilfe
- ambulante Dienste
- freie Praxen
Die Ausbildung hat drei Schwerpunkte:
1. Theorie
dazu gehören Fächer wie Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie, Soziologie, Grundlagen diagnostischer Verfahren, Medizin/Psychiatrie, Rechtskunde und eine Einführung in wissenschaftliches Arbeiten
2. Heilpädagogische Handlungskonzepte
wie z.B. heilpädagogische Entwicklungsförderung, Spieltherapie, unterstützte Kommunikation, Erlebnispädagogik, Werken, heilpädagogische Rhythmik und Psychomotorik und systemische Beratungskonzepte.
3. Heilpädagogische Praxis
Hospitationen in verschiedenen heilpädagogischen Arbeitsfeldern, eine heilpädagogischen Einzel- oder Kleingruppenberatung, Durchführung eines inklusives Projektes.
Die heilpädagogische Praxis wird in Praxisgruppen unter der Begleitung erfahrener Heilpädagogen reflektiert. Es besteht für die Studierenden die Möglichkeit, Einzelcoachings zur individuellen Lernbegleitung in Anspruch zu nehmen.