In der Palliativpflege werden Menschen, die unheilbar erkrankt sind, nach einem ganzheitlichen Betreuungskonzept behandelt und begleitet. Wo kurative Behandlungsformen erfolglos sind und der Krankheitsprozess fortschreitet, ist die Lebenserwartung begrenzt. Ab diesem Zeitpunkt gewinnen die Schmerzbehandlung und die Beherrschung weiterer Begleitsymptome sowie die Linderung psychischer, körperlicher, sozialer und spiritueller Problem- und Fragestellungen an Bedeutung. Ziel der Palliativpflege und Palliativmedizin ist dabei die Erhaltung und Förderung der Lebensqualität. Die Weiterbildung wird nach dem Curriculum von Kern, Müller und Aurnhammer durchgeführt. Sie umfasst 176 Unterrichtsstunden und entspricht den in den Rahmenvereinbarungen zur Finanzierung stationärer Hospize festgeschriebenen Anforderungen an die berufliche Qualifikation von Pflegepersonen (§ 39a SGB V).
Inhalt
- Erweitern der pflegerischen Kompetenz innerhalb der Palliativpflege
- Krankheitsbild Krebs im Alter
- Weiterentwickeln der psychosozialen Kompetenz (Wahrnehmung, Kommunikation und Trauer)
- Unterstützen der Betroffenen und ihrer Angehörigen bei der psychischen Verarbeitung ihrer Krankheit
- Begleiten von Patienten/Patientinnen in der Sterbephase und Einleiten erforderlicher Maßnahmen zur Linderung ihrer Beschwerden
- Auseinandersetzen mit ethischen Grundregeln und spirituellen Fragestellungen (Lebenssinn und Lebensbilanz)
- Umgang mit der eigenen Belastung durch die Konfrontationmit unheilbarer Erkrankung und Leiden (Eigenreflexion im Berufs- und Lebensalltag)