KONFLIKTPRÄVENTION IN SOZIALEN EINRICHTUNGEN
Wenn Menschen, die als Klient*innen zu uns kommen, Regeln nicht einhalten, wenn sie sich bedrohlich verhalten oder unberechenbar wirken, fällt es uns häufig schwer, unsere professionelle Haltung zu wahren. Grenzüberschreitungen lösen etwas in uns aus, meist ein eher mulmiges Gefühl, das uns entweder zu forsch oder zu zögerlich agieren lässt. Später sagen wir dann vielleicht "mit dem/mit der kann man nicht arbeiten, er/sie ist hier falsch" oder auch "das ist halt das Krankheitsbild, das müssen wir hinnehmen". Ein Rausschmiss geht zulasten von Klient*innen, das Antrainieren eines "dicken Fells" wird auf Dauer zum Belastungsfaktor für Helfer*innen. Am Ende steht meist eine "lose-lose-Situation". Erst recht, wenn Schwieriges auch den Zusammenhalt im Team gefährdet.
INHALTE:
Aus dieser Dynamik ergeben sich für Teams folgende Kernthemen:
• Gemeinsames Rollenverständnis - welches Signal geht von mir/von uns aus?
• Einheitliche Vorgehensweise - wann und wie handeln?
• Möglichkeiten der (wechselseitigen) Unterstützung - worauf können wir uns verlassen?
Vermittelt werden Modelle der Selbst- und Teamklärung sowie kommunikative Skills zur Deeskalation. Angeleitet wird ein praxisbezogener Sicherheitscheck für die Einrichtung. Individuelle, kontextbezogene Strategien zur Bewältigung von heiklen "vor Ort Situationen" werden gemeinsam erarbeitet. Das Seminar hat Trainingscharakter, Gedachtes soll auch erlebt und eingeübt werden.
ZIELE:
• Stärkung des individuellen und kollektiven Sicherheitsgefühls
• Steigerung der Handlungskompetenz in schwierigen Situationen
• Burn-out-Prophylaxe
• Teambuilding
NUTZEN:
Die Teilnehmenden erlernen im Seminar kommunikative Möglichkeiten zur Deeskalation. Zugleich finden räumliche und strukturelle Eskalationsrisken Betrachtung und werden, wenn möglich entschärft.