Embedded Linux wird als klar strukturierter Systembausatz behandelt: vom Bootpfad über Kernelkonfiguration bis zur minimalen Benutzerlandumgebung. Linux steht für reproduzierbare Builds und dokumentierte Artefakte, damit Images über Gerätegenerationen vergleichbar bleiben. Begriffe werden präzise erklärt: Cross-Compilation (Kompilieren für fremde Architektur), Device Tree (Hardwarebeschreibung für Kernel), RootFS (Wurzel-Dateisystem) und Bootloader (Startkomponente, z. B. U-Boot). Linux berücksichtigt Speicherlayout, Treiberabhängigkeiten und Updatewege. Ziel ist, Embedded Linux mit nachvollziehbaren Rezepturen, stabilen Schnittstellen und kontrollierter Ressourcennutzung zu betreiben.
Inhaltsübersicht1. Plattform - Boot, Kernel, RootFS2. Linux - Buildsysteme und Reproduzierbarkeit3. Treiber - Hardware und Device Tree4. Linux - Betrieb, Updates, Sicherheit1. Bootkette und Systemaufbau
- Bootloader→Kernel→Init: Aufgaben sauber trennen
- Kernel-Optionen modular wählen, Speicher/Timing prüfen
- RootFS minimal halten, BusyBox/Init-Strategie definieren
2. Linux - Build und Images
- Cross-Toolchains, ABI und Zielarchitekturen dokumentieren
- Buildsysteme (z. B. Yocto/Buildroot) zweckmäßig einsetzen
- Artefakt-Versionen, Checksummen und SBOM pflegen
3. Treiber und Hardwareeinbindung
- Device-Tree-Knoten strukturieren und kommentieren
- GPIO/I²C/SPI/UART gezielt konfigurieren
- Log- und Trace-Pfade für Fehlersuche festlegen
4. Linux - Betrieb und Sicherheit
- OTA-/A/B-Updates, Fallbacks und Rollback planen
- Speicher-/Flash-Verschleiß, Journaling und Wear-Leveling beachten
- Härtung: Nutzer/Rechte, Signaturen, sichere Defaults