Viele Industriezweige - unter anderem die Chemie-, Automobil- oder auch Bauindustrie - legen ein besonderes Augenmerk auf das Sicherheits- und Qualitätsmanagement und sind deshalb stets auf der Suche nach geeigneten Fachkräften. Die fachliche Ausrichtung und Qualifikation eines Werkstoffprüfers decken eben die in diesem Zusammenhang stehenden Aufgabenbereiche ab. Werkstoffprüfer sind für die Qualitätssicherung von Werkstoffen, Werkstücken und Bauteilen verantwortlich. Sie planen Prüfungen und Versuchsreihen, entnehmen Proben, untersuchen die Materialeigenschaften, dokumentieren die Ergebnisse und legen Maßnahmen zur Fehlerbeseitigung fest.
Nach derzeitigem Stand gibt es jedoch nicht ausreichend Werkstoffprüfer, um die Nachfrage des Marktes zu erfüllen.
Ausbildungsinhalte:
Prüfverfahren der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung (ZfP) gemäß DIN EN ISO 9712:
• Eindringprüfung (PT Stufe 1+2)
• Magnetpulverprüfung (MT Stufe 1+2)
• Sichtprüfung (VT Stufe 1+2)
• Wirbelstromprüfung (ET Stufe 1+2)
• Durchstrahlungsprüfung (RTF Stufe 1+2)
• Ultraschallprüfung (UT Stufe 1+2)
weitere Ausbildungsinhalte:
• Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz (SCC) Dokument 18
• Strahlenschutz FKG S3.1/ R1.2
• ADR Basis + Klasse 7
Dauer und Organisation der Weiterbildung
• 6 Monate Vollzeitunterricht bestehend aus 50% Theorie und 50% Praxis
• Lerneffiziente Gruppengröße
• Tägliche Wissenstests, inkl. intensiver Besprechung
• Qualifizierungen und Prüfungen in der ZfP nach DIN EN ISO 9712
Mit erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung zum Euromaterialprüfer erhalten Sie die Prüfungsnachweise der DGZfP als Grundlage zur Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9712.
Die erworbenen Zertifikate der einzelnen Prüferverfahren werden international anerkannt.