Die Qualifizierung vermittelt fachliche Kompetenzen, um Netzwerkinfrastrukturen zu planen, zu betreiben und unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben abzusichern. Teilnehmende erwerben Kenntnisse in der Netzwerkadministration sowie in den organisatorischen und rechtlichen Anforderungen an die Funktion als Datenschutzbeauftragte:r.
- Netzwerktopologien, Protokolle und Infrastrukturen planen
- IPv4/IPv6-Adressierung sowie Routing- und Switching-Konzepte anwenden
- Sicherheitsmaßnahmen, Firewalls und Zugriffskontrollen konfigurieren
- Datenschutzanforderungen in IT-Prozesse integrieren
- Monitoring-Verfahren und Backup-Strategien einsetzen
- Cloud-Sicherheit und Identitätsmanagement in hybriden Umgebungen umsetzen
- IT-Systeme dokumentieren und Notfallkonzepte erstellen
Netzwerktechnologie und Administration
Der Kurs behandelt Grundlagen moderner Netzwerke von der physikalischen Übertragung bis zu virtuellen Infrastrukturen. Im Mittelpunkt stehen die Konfiguration von IP-Netzen, DNS und die Segmentierung mittels VLANs. Darauf aufbauend werden Routing-Prozesse sowie die Steuerung von Datenflüssen in unterschiedlichen Netzwerkumgebungen behandelt.
IT-Sicherheit und RisikomanagementEin weiterer Schwerpunkt ist der Schutz von Infrastrukturen vor Cyberbedrohungen. Dazu gehören die Umsetzung von Firewalls, Verschlüsselungsverfahren und Mechanismen zur Angriffserkennung. Ergänzend werden Konzepte für Hochverfügbarkeit, Datensicherung und Business Continuity behandelt, um den Umgang mit technischen Störungen und Ausfällen systematisch vorzubereiten.
Datenschutz und ComplianceDie Teilnehmenden befassen sich mit rechtlichen Rahmenbedingungen, relevanten IT-Standards und organisatorischen Maßnahmen des Datenschutzes. Vermittelt wird, wie technische und organisatorische Schutzmaßnahmen zusammenwirken, um datenschutzrechtliche Anforderungen im Unternehmen umzusetzen und Nachweispflichten gegenüber Aufsichtsbehörden zu erfüllen.
Cloud-Umgebungen und SystempflegeAbschließend werden Anforderungen in Cloud-Szenarien wie Microsoft 365 und Azure thematisiert. Die Teilnehmenden lernen, Zero-Trust-Prinzipien anzuwenden, Systeme zu härten und durch strukturierte Dokumentation die Nachvollziehbarkeit von IT-Prozessen sicherzustellen.
Information zu Unterricht und ZertifikatDer Unterricht findet in deutscher Sprache statt. Nach der Teilnahme erhalten Sie das Zertifikat "Netzwerk-Expert:in und Datenschutzbeauftragte:r", das die vermittelten Kenntnisse in Netzwerktechnik und Datenschutz dokumentiert.
Zusätzliche Inhalte- Übungsszenarien zur Netzwerkstörungssuche
- Fallbeispiele zur Erstellung von Datenschutz-Folgenabschätzungen
- Hinweise zur beruflichen Weiterentwicklung
Zielgruppe
Diese Qualifizierung richtet sich an Fachkräfte aus IT-Systemadministration, technischem Support oder Verwaltung, die ihr Profil um Datenschutz- und Compliance-Themen erweitern möchten. Ebenso angesprochen sind Quereinsteiger:innen mit technischem Grundverständnis, die eine Schnittstellenfunktion zwischen IT, Organisation und Datenschutz anstreben.