Pandemiefolgen, Kriegsgeschehen und Fluchtbewegungen hinterlassen Spuren in der Gesellschaft und stellen Fachkräfte vor außerordentliche Herausforderungen und komplexe Gesprächsdynamiken. Heikle Themen und schwierige Gespräche sind damit im sozialen Sektor vorprogrammiert. Ziel dieser Fortbildung ist es, die nötigen kommunikativen, methodischen und umsetzungsorientierten Kompetenzen zu entfalten, zu trainieren und zu festigen, um schwierige Gespräche konstruktiv angehen und erfolgreich bewältigen zu können. Somit kann konstruktive Klärung herbeigeführt und gleichzeitig können die persönlichen Beziehungen mit wertschöpfender Kommunikation eher gestärkt statt belastet werden. Häufig vermeiden wir notwendige Gespräche im beruflichen wie auch privaten Umfeld, weil wir die Gespräche als schwierig, kompliziert oder herausfordernd empfinden. Meist ganz unbewusst bewegen wir uns in einem Zirkel der Unentschlossenheit oder bedienen uns destruktiver Verhaltensweisen. Gleichzeitig belastet es, wenn Ungeklärtes im Raum steht und notwendige Gespräche vertagt werden.
In anderen Situationen entschließen wir uns, ein heikles Gespräch zu führen, finden aber keine konstruktive Form, die ein kooperatives Miteinander, nachhaltige Lösungsoptionen und einen positiven Gesprächsausgang ermöglicht. Basierend auf dem "Heikle Gespräche"-Konzept und Elementen der achtsamen Kommunikation sowie Mediation wird ein handlungsleitendes Konzept im Seminar vorgestellt und anhand von Fallbeispielen trainiert.
Inhalte sind u.a.
"Heikle Gespräche"-Konzept, angelehnt an den Buchbestseller von Kerry Patterson, Joseph Grenny, Ron McMillan und Al Switzler
konstruktive Grundhaltungen für gelingende Gespräche
Fallstricke und Klärungsmöglichkeiten in heiklen Gesprächen
Vorbereitung schwieriger Gespräche
Training und Selbsterfahrung an Fallbeispielen
souveräner Umgang mit Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten in der Arbeit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen