Von der Konstruktion bis zur Fertigung sind Ingenieure mit umfassenden schweißtechnischen Kenntnissen notwendig, um die umfangreichen Aufgaben beim Bau von Brücken, Druckbehältern, Dampfkesseln, Stahlhochbauten, Fahrzeugen zu Wasser, in der Luft, im Weltraum, auf Schiene und Straße sowie im Maschinen-, Anlagen- und Rohrleitungsbau zu bewältigen.
Der Schweißfachingenieur-Lehrgang umfasst insgesamt 448 Stunden und gliedert sich modular in 3 Teile und inhaltlich in 4 Hauptgebiete:
Teil 1 und 3 - Theoretische Ausbildung
Der SFI Teil 1 kann als Präsenz- oder Fernlehrgang absolviert werden. Der SFI Teil 3 kann als Präsenzlehrgang oder im Blended Learning (Fernlehrgang mit Präsenzphasen) absolviert werden.
Hauptgebiet 1 - Schweißprozesse und -ausrüstung (95 Stunden)
Autogentechnik, Schneiden, Stromquellen, Lichtbogenhand-, Schutzgas-, Unterpulver-, Widerstandsschweißen, Sonderschweißverfahren, Spritzen, Löten, Fügen, Automatisieren
Hauptgebiet 2 - Werkstoffe und ihr Verhalten beim Schweißen (115 Stunden)
Stahlherstellung, Legierungen, Wärmebehandlung, Rissbildung, Korrosion, Verschleiß, Nichteisenmetalle, Metallografie
Hauptgebiet 3 - Konstruktion und Gestaltung (62 Stunden)
Festigkeitslehre, Schweißnahtberechnung, Gestaltung, Konstruktion, Verhalten geschweißter Verbindungen bei unterschiedlicher Belastung und Bruchmechanik
Hauptgebiet 4 - Fertigung und Anwendungstechnik (116 Stunden)
Qualitätssicherung, Schweißer-, Verfahrensprüfung, Arbeitssicherheit, Eigenspannungen und Verzug, Werkstatteinrichtungen, zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, Wirtschaftlichkeit, Reparaturschweißen, Fallbeispiele
Teil 2 - Praktische Übungen (60 Stunden)
Gasschweißen, Lichtbogenhandschweißen, Metallschutzgasschweißen, Wolframschutzgasschweißen, Vorführen anderer Schweißprozesse
Prüfungen
Schriftlich und mündlich (10 Stunden)