Die Qualifizierung vermittelt grundlegende Kenntnisse für die professionelle Arbeit mit traumatisierten Personen im Kontext der Sprach- und Integrationsmittlung. Die Teilnehmenden setzen sich mit den Auswirkungen von Traumata auf die Kommunikation und Interaktion auseinander. Ziel ist der Erwerb von Handlungskompetenzen zur Gestaltung eines sicheren Rahmens in Beratungs- und Übersetzungssituationen.
Kursinhalt1. Grundlagen der Psychotraumatologie
- Definition und Entstehung von Traumata
- Erkennen von Symptomen und Belastungsreaktionen
- Verständnis für Verhaltensweisen in Stresssituationen
2. Rolle in der Sprachmittlung
- Abgrenzung zwischen Sprachmittlung und Therapie
- Professionelle Distanz und Neutralität im Gespräch
- Umgang mit schwierigen Gesprächsinhalten
3. Methoden traumasensibler Kommunikation
- Techniken zur Deeskalation und Stabilisierung
- Strukturierung von Gesprächsabläufen
- Vermeidung von Retraumatisierung durch angepasste Wortwahl
4. Selbstschutz und Psychohygiene
- Erkennung von Anzeichen sekundärer Traumatisierung
- Strategien zur emotionalen Entlastung
- Nutzung von Supervisions- und Reflexionsangeboten
Berufliche Relevanz
- Qualitätssteigerung bei der Begleitung von Geflüchteten in Behörden und sozialen Einrichtungen
- Sicherung der professionellen Handlungsfähigkeit in belastenden Kommunikationssituationen
- Erweiterung des fachspezifischen Profils für die Tätigkeit im Integrationsbereich