Der Einsatz moderner Technologien im Fertigungsprozess schreitet unaufhaltsam voran, Schlagworte wie Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Zudem erleben wir gerade den Beginn eines tiefgreifenden Strukturwandels, getrieben von der Automobilindustrie, die zunehmend auf die Elektromobilität setzt. Dies wird dazu führen, dass Berufe an Bedeutung gewinnen, sich verändern oder zukünftig nicht mehr gefragt sein werden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der bereits jetzt in einigen Bereichen und Regionen zu Fachkräfteengpässen geführt hat, fordert auch der Strukturwandel mit seiner hohen Veränderungsgeschwindigkeit neue Qualifikationen und Fähigkeiten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
- Grundlagen der CNC-Technik: Entwicklungsgeschichte der NC/CNC-Steuerungen, Derzeitiger Stand und zukünftige Trends in der CNC-Technik, Gegenüberstellung CNC- / konventionelle Fertigungstechnik, Technologische Anwendung von CNC-Steuerungen (Fräsen, Drehen, Erodieren, Laserschneiden usw.), Funktionseinheiten von numerisch gesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen, Anforderungen an die Funktionseinheiten, Einteilung der Wegmesssysteme (linear, rotativ), Vor- und Nachteile von Wegmesssystemen nach Anbauweise (direkt / indirekt) bzw. Auswertung (absolut / inkremental), Funktionsweise Lageregelkreis, Einteilung Punkt-, Strecken- und Bahnsteuerungen, Antriebstechnik für Hauptspindel und Vorschubachsen, Standardbauweisen von CNC-Maschinen zum Fräsen und Drehen, Erläuterung wichtiger Fachbegriffe, Unterschiede beim Einsatz der CNC-Technik im Unternehmen, Kostenaspekte, Förderung des Kostenbewußtseins (40 UE)
- Grundlagen der Programmerstellung: Einarbeitung in das karthesische Koordinatensystem, Unterschied absolute- und inkrementelle Koordinatenangabe, Polarkoordinaten und Drehachsen, Übungen zur Koordinatenangabe für alle Varianten, Grundstruktur eines Teileprogramms nach DIN/ISO 66025, Aufbau von Programmsätzen, Einteilung der Programmbefehle nach DIN/ISO 66025, Syntax der Programmsätze, Aufgabe von Unterprogrammstrukturen, Aufgabe von Bearbeitungszyklen, Lage und Aufgabe von Null- und Bezugspunkten, Erstellung von Ablaufplänen (Arbeitsplänen) für Werkstücke, Erstellung einfacher Dreh- bzw. Fräsprogramme am Rechnersystem nach DIN/ISO 66025, Simulation und Fehlerbehebung, Erstellung der Programmdokumentation, Sicherung und Verwaltung der Daten (40 UE)
Alle folgenden Punkte werden durch Programmerstellung für mehrere Werkstücke mit steigendem Schwierigkeitsgrad vermittelt.
- Programmerstellung CNC-Frästechnik am Rechnersystem: Erstellung von Arbeitsplänen für Frästeile, Aufspannpläne, Auswahl der Werkzeuge und Spannmittel, Ermittlung der Schnittdaten (Drehzahlen, Vorschübe), Festlegen des Werkstücknullpunkts, Eingabe des Programmtextes mit der Schulungssoftware am Rechnersystem (steuerungsspezifisch oder nach DIN/ISO 66025), Benutzung von Unterprogrammen und Zyklen, Verschiebungen und Drehungen des Koordinatensystems, Simulation der Programme am Rechner mit Kollisionskontrolle, Finden und Beheben von Fehlern, Optimierung der Abläufe, Arbeiten mit Programmsprüngen, Kontrolle der Programmlaufzeiten, Verwaltung und Pflege der Programmdaten, Verwaltung und Ablage der Dokumentation (40 UE)
- Programmerstellung CNC-Frästechnik am Rechnersystem: Erstellung von Arbeitsplänen für Drehteile, Auswahl der Werkzeuge, Belegung des Revolvers, Auswahl des Spannmittels, Setzen der Drehzahlgrenze, Ermittlung der Schnittdaten (Drehzahlen, Vorschübe, Schnittgeschwindigkeit), Festlegen des Werkstücknullpunkts, Eingabe des Programmtextes mit der Schulungssoftware am Rechnersystem (steuerungsspezifisch oder nach DIN/ISO 66025), Benutzung von Unterprogrammen und Zyklen, Verschiebungen des Koordinatensystems, Bearbeitung von Stange, Anschlag setzen, Simulation der Programme am Rechner mit Kollisionskontrolle, Finden und Beheben von Fehlern, Optimierung der Abläufe, Arbeiten mit Programmsprüngen, Kontrolle der Programmlaufzeiten, Verwaltung und Pflege der Programmdaten, Verwaltung und Ablage der Dokumentation (40 UE)