Fatigue ist ein Symptom bei verschiedenen Erkrankungen, wie MS, COPD, Hirnverletzungen und rheumatologischen Erkrankungen, kann aber auch bspw. nach kardiologischen, onkologischen und Infektionserkrankungen als Restsymptom bestehen bleiben. Es beeinflusst die Lebensqualität und die Alltagsroutinen Betroffener maßgeblich.
Die Energiemanagement-Schulung (EMS) ist ein ergotherapeutischer evidenzbasierter Behandlungs- ansatz für Gruppen, der auf den Prinzipien der Patientenedukation und dem Empowerment (Selbstmanagementschulung) Betroffener basiert.
In der EMS leitet ein/e Ergotherapeut*in eine Gruppe an, sich mit den Konsequenzen von Fatigue auf die Alltagsroutine auseinanderzusetzen. Ziel ist die verbesserte Kontrolle über die Auswirkungen des Symptoms auf den persönlichen Alltag. Es wird ein bewusster Umgang mit der zur Verfügung stehenden Energie sowie das gezielte Einsetzen von Energiesparstrategien vermittelt und erprobt. Abschließend werden individuelle Ziele formuliert und zusammen mit bewährten Ansätzen für Verhaltensänderungen festgelegt.
Dieser Kurs richtet sich an Ergotherapeut*innen, die diese Patient*innenedukation bei Gruppen im stationären oder ambulanten Bereich leiten wollen. Assessments und Interventionen können aber auch in der Einzeltherapie angewendet werden. Teilnehmer*innen erhalten ein detailliertes Handbuch für die Leitung dieser Gruppen sowie ein Arbeitsbuch für die Klient*innen (als Kopiervorlage).
Inhalte
- Sie kennen die Prinzipien und das Material der Energiemanagement-Schulung (EMS)
- Sie haben Ihr Wissen zu Fatigue und Evidenzen zur Behandlung vertieft
- Sie können dieses Patient*innenedukationsprogramm an ihrem Arbeitsplatz im stationären oder
ambulanten Bereich einführen
- Sie können Prinzipien und Materialien selbständig bei Patient*innen anwenden und die
Gruppenlektion leiten