Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Design Systems Governance behandelt Steuerung, Pflege und Weiterentwicklung organisationseigener Designsysteme im Umfeld von UX, UI und Frontend-Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen Prozesse, Rollen, Richtlinien und Entscheidungswege zur konsistenten Gestaltung digitaler Produkte. Ziel ist die Vermittlung belastbarer Vorgehensweisen für Definition, Dokumentation und Qualitätssicherung von Design-Tokens, Komponentenbibliotheken und Patterns. Einbezogen werden Schnittstellen zu Produktmanagement, Entwicklung, Markenführung und Compliance.

Inhalte
Rahmensetzung und Begriffsklärung zu Designsystemen, Governance-Modellen, Geltungsbereich, Rollenprofilen und Verantwortlichkeiten einschließlich Übergaben zwischen Design und Entwicklung
Prozessgestaltung für Komponenten-Lebenszyklen mit Anforderungsaufnahme, Review, Freigabe, Versionierung, Deprecation und Archivierung sowie Dokumentationspflichten
Richtlinienentwicklung für Design-Tokens, Barrierefreiheit, Markenanwendung, Naming-Konventionen, Code-Standards und Dokumentationsstruktur in Tools wie Figma, Storybook oder Design-Repositorys
Qualitätssicherung und Monitoring durch Contribution-Workflows, Change-Logs, Metriken zur Nutzung, Incident-Handling, Konsistenzprüfungen und Audit-Vorbereitung
Einbindung in Produkt- und Release-Prozesse mit Roadmapping, Priorisierung, Stakeholder-Kommunikation, Schulungs- und Onboarding-Maßnahmen sowie Umgang mit Integrationen in CI/CD-Pipelines
Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen einschließlich Urheberrecht an Komponenten, Lizenzfragen bei Bibliotheken, Datenschutzbezug, sowie Regelwerken für externe Beiträge

Lernziele
- Analysieren von Rollen, Prozessen und Schnittstellen innerhalb einer Design-System-Governance-Struktur
- Identifizieren von Anforderungen an Komponenten, Design-Tokens und Dokumentation entlang eines definierten Lebenszyklus
- Erstellen von Richtlinien zu Benennung, Barrierefreiheit, Markenanwendung und Code-Standards
- Entwickeln und Implementieren von Freigabe- und Versionierungsprozessen einschließlich Deprecation-Verfahren
- Durchführen von Qualitätssicherungsmaßnahmen mit Reviews, Metriken, Audits und Monitoring
- Integrieren von Governance-Workflows in Produktplanung, Release-Management und CI/CD-Umgebungen

Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie Design-System-Lead oder Design-Operations-Manager, mit Schwerpunkt auf Richtlinienentwicklung und Prozesssteuerung.
Typische Tätigkeitsfelder umfassen UX- oder UI-Architektur, in denen Komponentenbibliotheken, Barrierefreiheit und Konsistenzkontrollen umgesetzt werden.
Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Frontend-Engineering mit Fokus auf Versionierung, Dokumentation und Integration in Build- und Release-Prozesse.
Anwendung finden die Themen zudem im Produktmanagement mit Verantwortung für Roadmaps, Priorisierung und Stakeholder-Abstimmung rund um Designsysteme.

Zusammenfassung
Der Kurs Design Systems Governance behandelt Strukturen, Prozesse und Richtlinien zur Steuerung von Designsystemen in der Schnittmenge von UX, UI und Entwicklung. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden Vorgehensweisen zu Rollen, Lebenszyklen von Komponenten, Qualitätssicherung und Integration in Produktprozesse vermittelt. Die Inhalte stehen in Bezug zu Tätigkeitsfeldern wie Design-Operations, UX-/UI-Architektur, Frontend-Engineering und Produktmanagement.