Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Gendergerechtes Grafikdesign adressiert Gestaltungskonzepte und Umsetzungsfragen rund um inklusive und diskriminierungssensible visuelle Kommunikation. Behandelt wird die Anwendung typografischer, bildsprachlicher und sprachlicher Mittel zur Darstellung von Diversität im Kontext Kommunikationsdesign. Ziel ist die Einordnung rechtlicher, normativer und gestalterischer Anforderungen sowie deren Übertragung in konsistente Layouts und Markenauftritte. Der Kurs ist in das Fachgebiet Grafik- und Kommunikationsdesign eingebettet und fokussiert auf die Übersetzung von Leitlinien in konkrete Gestaltungsschritte.

Inhalte
Begriffsklärung und Einordnung: Grundlagen zu Genderbegriffen, inklusive Designprinzipien, Leitfäden und Normen; Abgrenzung zu Barrierefreiheit und Diversity-Design; Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen wie Bildrechte und Antidiskriminierung.
Typografie und Sprache: Auswahl gendergerechter Formulierungsvarianten, Lesbarkeit und Tonalität in Headlines, Copy und Microcopy; Typografieentscheidungen für genderinklusive Schreibweisen; Konsistenzregeln im Corporate Wording.
Bildkonzepte und Illustration: Entwicklung diversitätssensibler Bildwelten, Auswahl von Stockmaterial, Umgang mit Stereotypen, Posen und Perspektiven; Ikonografie und Piktogramme mit inklusiver Anmutung.
Layout und Markenanwendung: Übertragung in Corporate-Design-Raster, Farb- und Formensets, Informationshierarchien; Erstellung von Vorlagen für Print, Web und Social Media; Umgang mit Responsive- und Barrierefreiheitsanforderungen.
Produktion und Workflow: Briefing- und Reviewprozesse, Styleguides und Pattern Libraries, Checklisten für Qualitätssicherung; Zusammenarbeit mit Text, Foto und UX; Dokumentation der Gestaltungsentscheidungen.
Evaluation und Monitoring: Einsatz von Heuristiken, Pretests und Feedbackschleifen; Kennzeichnung von Gestaltungsentscheidungen, Auswertung qualitativer Rückmeldungen und Ableitung von Anpassungen.

Lernziele
- Analysieren von Gestaltungsmitteln im Hinblick auf gendergerechte Typografie, Sprache und Bildsprache
- Identifizieren von Stereotypen in Bildmaterial und Ableiten alternativer Visualisierungen
- Anwenden gendergerechter Schreibweisen in Headlines, Fließtext und Microcopy
- Erstellen konsistenter Layouts für Print- und digitale Formate auf Basis inklusiver Leitlinien
- Integrieren gendergerechter Gestaltungsprinzipien in bestehende Corporate-Design-Systeme
- Bewerten von Entwürfen mithilfe definierter Kriterien und Dokumentieren der Ergebnisse im Styleguide

Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie Grafikdesign und Kommunikationsdesign, insbesondere bei der Entwicklung visueller Identitäten mit inklusiven Gestaltungsregeln. Typische Tätigkeitsfelder umfassen Brand- und Corporate-Design-Teams, die Styleguides und Layoutsysteme pflegen. Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Content- und Social-Media-Gestaltung mit Fokus auf Text-Bild-Zusammenspiel und barrierearme Umsetzung. Ebenso relevant sind Aufgaben in Agenturen und Inhouse-Designabteilungen bei der Erstellung und Prüfung von Kampagnenmaterialien.

Zusammenfassung
Der Kurs Gendergerechtes Grafikdesign behandelt die Konzeption, Gestaltung und Prüfung inklusiver visueller Kommunikation in Typografie, Bildsprache und Layout. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden Leitlinien, Workflows und Umsetzungsformen für Corporate- und Content-Design vermittelt. Die Inhalte haben Bezug zu Tätigkeiten in Grafikdesign, Markenkommunikation sowie Content- und Social-Media-Gestaltung.