Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Multimodal Experience Design behandelt die Planung und Gestaltung nutzerzentrierter Erlebnisse über visuelle, auditive, haptische und sprachbasierte Interaktionen. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von UX-/UI-Design, Conversational Design, Spatial- und Audio-Experience zu integrierten Nutzungsszenarien. Vermittelt werden Konzepte zur Orchestrierung mehrerer Kanäle und Geräte entlang ganzer Nutzungspfade. Der Kurs ist im Fachgebiet Human-Computer-Interaction und Experience Design verortet und adressiert methodische Vorgehensweisen von der Recherche bis zur Evaluation.

Inhalte
Einführung in Multimodalität: Begriffsklärung, Anwendungsfelder, Gerätelandschaften und Interaktionsmuster zwischen Screen, Sprache, Gesten und Raum.
Nutzer- und Kontextanalyse: Erhebung von Nutzungsszenarien, Aufgabenmodellen und Kontextfaktoren, Ableitung von Personas, Journeys und Use Cases für multimodale Abläufe.
Konzeption und Prototyping: Informationsarchitektur, Dialog- und Flussmodelle, Wireframes, Voice-Flows, Rapid-Prototyping mit Low- bis Mid-Fidelity-Artefakten.
Gestaltung von Modalitäten: Leitlinien für visuelle Layouts, Audio-Feedback, Sprachdialoge, Mikrointeraktionen sowie Zugänglichkeit, Barriereaspekte und Geräteübergreifende Konsistenz.
Technische Grundlagen und Übergaben: Schnittstellen, Datenflüsse, Sensorik, Edge/Cloud-Bezugspunkte, Design-Spezifikationen und Handover an Entwicklung.
Messung und Evaluation: Metriken für Nutzungsqualität, Protokolle für Usability-Tests, A/B-Varianten, Erfassung von Interaktionsdaten und Ableitung von Anpassungen.

Lernziele
- Analysieren von Nutzungskontexten und Identifizieren geeigneter Modalitäten für definierte Use Cases
- Unterscheiden von Interaktionsmustern zwischen visuellen, auditiven und sprachbasierten Kanälen
- Erstellen von User Journeys, Flussdiagrammen und Wireframes für multimodale Abläufe
- Anwenden von Prototyping-Methoden zur Abbildung von Voice-Flows, Screen-Abfolgen und Mikrointeraktionen
- Integrieren von Zugänglichkeitsanforderungen in die Gestaltung mehrkanaliger Interfaces
- Bewerten von Interaktionsdaten und Durchführen von Tests zur Beurteilung der Nutzungsgüte

Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie UX-/UI-Design, mit Fokus auf die Ausarbeitung mehrkanaliger Interaktionen und konsistenter Nutzungspfade.
Typische Tätigkeitsfelder umfassen Conversational Design für Sprachassistenten und Chatbots, einschließlich Dialogführung, Prompting und Error-Handling.
Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Service Design, insbesondere die Modellierung geräteübergreifender Serviceabläufe und Touchpoint-Orchestrierung.
Einsatzfelder ergeben sich zudem im Bereich Product Design für digitale Produkte mit Audio-, Sprach- oder Sensor-Interaktionen.

Zusammenfassung
Der Kurs Multimodal Experience Design behandelt die Konzeption und Gestaltung von Erlebnissen über mehrere Interaktionskanäle hinweg, inklusive Nutzeranalyse, Prototyping und Evaluation. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden Verfahren aus UX, Conversational und Service Design zusammengeführt. Die vermittelten Themen finden Anwendung in Tätigkeitsfeldern wie UX-/UI-Design, Conversational Design, Service Design und Product Design.