Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Zero-Trust UX Principles verortet sich an der Schnittstelle von User Experience, Informationssicherheit und Datenschutz. Behandelt wird die Übertragung des Zero-Trust-Paradigmas auf Interaktionsdesign, Navigationslogik und Nutzerführung. Ziel ist die Ausarbeitung nutzerzentrierter Oberflächen, die Authentifizierung, Autorisierung und Datenzugriffe konsequent absichern, ohne die Bedienbarkeit zu vernachlässigen. Der Kurs adressiert konzeptionelle, gestalterische und organisatorische Aspekte für die Umsetzung in digitalen Produkten.

Inhalte
Einordnung von Zero-Trust im UX-Kontext: Begriffsabgrenzung, Prinzipien wie "never trust, always verify", Ableitung für Informationsarchitektur, Rollen- und Rechtemodelle sowie Risikobewertung entlang von Nutzungsszenarien.
Interaktionsdesign und Zugriffssteuerung: Gestaltung von Anmelde- und Freigabeprozessen, kontextabhängige Re-Authentifizierung, schrittweise Berechtigungsvergabe, Fehlermeldungs- und Hinweisgestaltung ohne Preisgabe sensibler Informationen.
Datenminimierung und Privacy by Design: Erhebungskonzepte, Einwilligungsdialoge, Transparenzschichten, Logging-Interfaces für Nutzer, Umgang mit sensiblen Daten im Interface und Prinzipien der Datensparsamkeit.
Usability und Sicherheit kombinieren: Muster zur Reduktion von Reibung an Sicherheitskritischen Punkten, barrierearme Sicherheitsinteraktionen, Progressive Disclosure und Task-Flows unter Berücksichtigung von Sicherheitsprüfungen.
Prototyping und Evaluation: Erstellung klickbarer Prototypen für Zero-Trust-Flows, Testplanung, Metriken zu Fehlerraten, Abbruchpunkten und Sicherheitsereignissen, Auswertung qualitativer und quantitativer Rückmeldungen.
Governance und Kollaboration: Abstimmung zwischen UX, Security, Legal und Engineering, Dokumentation von Entscheidungen, Übergabe an Entwicklung, Richtlinien für Wartung und kontinuierliche Verbesserung.

Lernziele
- Analysieren von Nutzungspfaden mit Fokus auf Authentifizierung, Autorisierung und Datenzugriff
- Identifizieren von Risiken in Dialogen, Formularen und Fehlermeldungen entlang des Zero-Trust-Paradigmas
- Erstellen von Wireframes und Prototypen für Anmelde-, Freigabe- und Berechtigungs-Workflows
- Anwenden von Prinzipien der Datenminimierung in Informationsarchitektur und UI-Komponenten
- Integrieren von Sicherheitsprüfungen in User Flows durch Progressive Disclosure und kontextabhängige Re-Authentifizierung
- Bewerten von Prototypen anhand definierter Metriken zu Nutzbarkeit, Fehlerraten und sicherheitsrelevanten Ereignissen

Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie UX-Design und Interaction Design mit Fokus auf sichere Nutzerflüsse und Berechtigungslogik. Typische Tätigkeitsfelder umfassen UX Research mit Ausrichtung auf Sicherheitsinteraktionen und Einwilligungsprozesse. Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Product Design in Zusammenarbeit mit Security- und Legal-Teams sowie Produktmanagement mit Verantwortung für Datenschutz- und Zugriffsanforderungen.

Zusammenfassung
Der Kurs Zero-Trust UX Principles behandelt die Anwendung von Zero-Trust-Grundsätzen auf Informationsarchitektur, Interaktionsdesign und Datenverarbeitung in digitalen Produkten. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden konzeptionelle, gestalterische und organisatorische Aspekte für sichere Nutzerflüsse und Berechtigungen bearbeitet. Die vermittelten Themen stehen in Bezug zu Tätigkeiten im UX-Design, Product Design, UX Research und Produktmanagement.