In dieser Weiterbildung lernst du, Digitalisierung als konkrete Problemlösung im Arbeitsalltag zu planen und umzusetzen. Du lernst, wie du Reibungspunkte in Abläufen erkennst, zum Beispiel manuelle Übergaben, Copy Paste, Rückfragen, Medienbrüche oder Wissen, das nur bei einzelnen Personen liegt.
Du lernst, diese Beobachtungen strukturiert zu erfassen und so zu beschreiben, dass andere sie nachvollziehen können. Dazu gehören die beteiligten Personen, die einzelnen Schritte, die genutzten Informationen, die Übergaben zwischen Teams und die Stellen, an denen Fehler oder Wartezeiten entstehen. Du lernst, Symptome von Ursachen zu unterscheiden und den Nutzen einer Veränderung nachvollziehbar zu begründen.
Du lernst außerdem, welche Probleme Priorität haben und welche Themen zwar stören, aber aktuell nicht sinnvoll bearbeitet werden sollten. Auf dieser Basis entwickelst du ein Vorgehen, das zur Situation im Unternehmen passt. Du definierst Ziele, nächste Schritte und einfache Kriterien, mit denen du später prüfen kannst, ob die Veränderung im Alltag tatsächlich wirkt.
In dieser Weiterbildung übst du, aus einem allgemeinen Wunsch nach mehr Digitalisierung ein klar beschriebenes Vorhaben zu machen, das planbar umgesetzt und anschließend bewertet werden kann.
Rolle, Mindset und Grundlagen für Digitalisierungs- und Innovationsmanager
- Du lernst, warum so viele Digitalisierungsprojekte scheitern, weil sie mit Tools starten und nicht mit echten Problemen. Du erkennst die typischen Fallen wie Hype, Aktionismus und schöne Folien ohne Wirkung.
- Du lernst, wie deine Rolle als Digitalisierungsmanager und Innovationsmanager wirklich aussieht. Du verstehst dich nicht als Tool Beschaffer, sondern als Übersetzer zwischen Geschäftsführung, Fachbereichen, IT und den Menschen, die täglich im Prozess arbe
- Du lernst, Digitalisierung, Innovation, Automatisierung und KI sauber zu unterscheiden. Du kannst erklären, wann Digitalisierung sinnvoll ist, wann Automatisierung mehr schadet als nutzt und wann KI nur teurer Selbstzweck wäre.
- Du lernst, in Wertströmen und Ende zu Ende Prozessen zu denken. Du schaust nicht mehr nur auf einzelne Arbeitsschritte, sondern auf die gesamte Kette vom Kundenbedürfnis bis zum Ergebnis.
- Du lernst, wie du von Anfang an Wirkung, Nutzen und Risiko mitdenkst. Du startest nicht mehr mit der Frage: Welche Lösung bauen wir, sondern mit der Frage: Welches Problem lohnt sich überhaupt zu lösen.
Kunden, Nutzer und Mitarbeiter wirklich verstehen
- Du lernst, wie Menschen Entscheidungen treffen und warum Nutzer, Kunden und Mitarbeiter sich oft anders verhalten, als sie es behaupten. Du erkennst typische Denkfehler, Abkürzungen im Kopf und psychologische Effekte, die Prozesse bremsen oder treiben.
- Du lernst, Kundenreisen und Mitarbeiterreisen aufzunehmen. Du kannst aus Sicht des Kunden und aus Sicht des Mitarbeiters beschreiben, was vorher, währenddessen und nach einem Prozessschritt passiert und wo Frust, Wartezeiten oder Missverständnisse entsteh
- Du lernst, wie du Gespräche mit Mitarbeitern, Kunden und Fachbereichen so führst, dass echte Probleme auf den Tisch kommen. Du stellst nicht nur Technikfragen, sondern Fragen nach Schmerzpunkten, Risiken, Ängsten und versteckten Workarounds.
- Du lernst, wie du Aussagen aus Interviews und Beobachtungen in klare Hypothesen über Bedürfnisse übersetzt. Du hörst auf, Meinungen eins zu eins zu glauben und lernst, aus Mustern und Wiederholungen zu erkennen, was wirklich zählt
- Du lernst, einfache Methoden zu nutzen, um Bedürfnisse zu strukturieren. Du kannst nach Jobs, Motiven, Kontext und Hindernissen unterscheiden und dadurch besser erkennen, wo Digitalisierung und Automatisierung wirklich helfen kann.
- Du lernst, wie du mit Widerständen und Skepsis umgehst, ohne in Rechtfertigungsmodus zu verfallen. Du nutzt die Einwände als Frühwarnsystem und nicht als Angriff auf dein Projekt.
Prozesse und Wertströme analysieren und bewerten
- Du lernst, Wertströme aus Sicht des Kunden und aus Sicht des Unternehmens zu visualisieren. Du machst Wartezeiten, Medienbrüche, Schleifen und Übersteuerung sichtbar, statt dich in Detaildiskussionen zu verlieren.
- Du lernst, zwischen Standardfällen und Ausnahmen zu unterscheiden. Du erkennst, warum viele Unternehmen alles über Einzelereignisse steuern und dadurch nie zu stabilen Prozessen kommen, die sich digitalisieren lassen.
- Du lernst, Prozessziele klar zu definieren. Du kannst erklären, ob es in einem Prozess vor allem um Geschwindigkeit, Qualität, Risiko, Kosten, Zufriedenheit oder Wissenserhalt geht. Du vermeidest, alles gleichzeitig optimieren zu wollen.
- Du lernst, Verschwendung und unnötige Komplexität in Prozessen zu identifizieren. Du erkennst typische Muster wie Überprüfung von Überprüfungen, Excel Schattenprozesse, doppelte Dateneingaben und Absicherung aus Angst.
- Du lernst, einfache, aber wirksame Kennzahlen für Prozesse zu entwickeln. Du kannst Durchlaufzeit, Bearbeitungszeit, Fehlerraten und Schleifen so messen, dass du später nachweisen kannst, ob Digitalisierung und Automatisierung wirklich etwas bringen.
- Du lernst, Engpässe und kritische Pfade zu finden. Du blickst nicht mehr auf die lautesten Bereiche, sondern auf die Stellen, an denen der Prozess wirklich hängt. Du erkennst, wo kleine Änderungen große Wirkungen haben.
- Du lernst, Prozesse aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Du kannst fachliche Abläufe, Systemschritte, Rollen und Verantwortlichkeiten verbinden und dadurch besser mit IT, Fachbereich und Management diskutieren.
- Du lernst, wo Digitalisierung überhaupt Sinn macht. Du erkennst, in welchen Prozessschritten Daten fehlen, Wissen nur im Kopf einzelner steckt oder Medienbrüche den Fluss stören. Du lernst aber auch, Nein zu sagen, wenn ein Prozess erst fachlich geklärt w
- Du lernst, Automatisierungskandidaten anhand klarer Kriterien zu bewerten. Du kannst erklären, warum sich bestimmte Tätigkeiten lohnen zu automatisieren und andere bewusst manuell bleiben sollten, zum Beispiel wegen Risikoprüfung, Empathie oder Flexibilit
- Du lernst, Prozesse nicht als starre Dokumente zu sehen, sondern als Hypothesen. Du verstehst, dass jeder Prozessentwurf nur der aktuelle Stand des Lernens ist und später mit echten Daten und Rückmeldungen angepasst werden muss.
- Du lernst, Prozessanalysen so aufzubereiten, dass Entscheider sie verstehen. Du gehst weg von komplizierten Diagrammen für Experten hin zu klaren Storys: Wo stehen wir, welches Problem haben wir, was kostet es uns, was können wir tun.
Digitalisierung, Automatisierung und KI in Prozessen einsetzen
- Du lernst, welche Typen von Problemen sich grundsätzlich für Automatisierung eignen. Du verstehst den Unterschied zwischen stabilen, regelbasierten Tätigkeiten, wissensintensiven Entscheidungen und komplexen Fällen, in denen der Mensch im Mittelpunkt blei
- Du lernst, wie du einfache digitale Workflows nutzen kannst, um Prozesse transparent und steuerbar zu machen. Du erkennst, wo es reicht, den Prozess klar zu strukturieren und wo zusätzliche Automatisierung sinnvoll ist.
- Du lernst, wie du mit Assistenzsystemen und teilautomatisierten Abläufen arbeitest. Du verstehst, warum es oft besser ist, den Menschen durch KI und Regeln zu unterstützen, statt ihn komplett zu ersetzen.
- Du lernst, wie du Dokumentprozesse entschärfst. Du erkennst, wo heute noch E Mails, PDFs, Scans und Excel Dateien händisch hin und her wandern und wie du mit Texterkennung, Vorlagen, einfachen Klassifizierungen und KI Unterstützung Last aus dem System nim
- Du lernst, wie du Sprachmodelle, Chatbots und ähnliche Systeme einordnest. Du kannst erklären, wo sie in Prozessen helfen, zum Beispiel bei Standardanfragen, Wissenszugriff oder Textentwürfen, und wo sie eine …