Sicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für gelingende Therapie. Dieser Kurs vermittelt einen fundierten Zugang zur Polyvagal-Theorie und ihrer Bedeutung für therapeutische Interaktion.
Die Polyvagal-Theorie beschreibt, wie das autonome Nervensystem Zustände von Sicherheit und Bedrohung reguliert und wie soziale Interaktion diese Prozesse beeinflusst. Der Kurs führt in die theoretischen Grundlagen ein und zeigt deren Bedeutung für das therapeutische Arbeiten.
Kursfokus & Inhalte
- Zustände des autonomen Nervensystems fachlich einordnen
- Sicherheits- und Bedrohungssignale im therapeutischen Kontext erkennen
- Reaktionen und Verhaltensweisen von Patienten differenziert einordnen
- Soziale Interaktion als Regulationsfaktor gezielt nutzen
- Eigene Zustände im therapeutischen Setting reflektieren
- Signale der Sicherheit bewusst gestalten und einsetzen
- Therapeutische Selbstregulation zur Stabilisierung des Kontakts anwenden
- Handlungssicherheit im Umgang mit individuellen Sicherheitsbedürfnissen entwickeln
Die Polyvagal-Theorie, entwickelt von Stephen Porges, rückt den Menschen als soziales Wesen in den Mittelpunkt. Sie beschreibt, wie das autonome Nervensystem fortlaufend innere, äußere und zwischenmenschliche Signale bewertet.
Für die therapeutische Arbeit bedeutet dies, dass nicht nur Interventionen, sondern auch der eigene Zustand und die Qualität der Interaktion maßgeblich sind. Der Kurs sensibilisiert dafür, Sicherheit bewusst bereitzustellen und die eigene Regulation als Grundlage wirksamer therapeutischer Beziehung zu nutzen.
Kursinhalte im Überblick
- Grundlagen der Polyvagal-Theorie
- Autonomes Nervensystem und Zustandsregulation
- Sicherheit und Bedrohung im therapeutischen Kontakt
- Soziale Interaktion als Regulationsfaktor
- Wahrnehmung und Einordnung von Patientenreaktionen
- Eigene Zustände und Selbstregulation
- Übungen zur Förderung von Sicherheit im Setting
Sie erhalten 8 Fortbildungspunkte.