Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Lean UX Design behandelt nutzerzentrierte Produktentwicklung unter Nutzung schlanker Methoden aus UX und agilen Vorgehensmodellen. Im Fokus steht die Reduktion von Verschwendung durch Hypothesenbildung, schnelle Validierung und iterative Ausgestaltung von Nutzererlebnissen. Behandelt werden Vorgehensweisen zur Verzahnung von Research, Design und Entwicklung im digitalen Umfeld. Ziel ist die strukturierte Anwendung von Lean-UX-Prinzipien in cross-funktionalen Teams und entlang des Produktlebenszyklus.
Inhalte
Einführung in Lean UX: Prinzipien, Abgrenzung zu klassischem UX, Rollen und Zusammenarbeit im Team sowie Ablauf von Build-Measure-Learn-Zyklen
Nutzer- und Problemverständnis: Formulierung von Problemstatements, Erstellung von Proto-Personas, Value Proposition und User-Journeys als Basis für Annahmen
Hypothesen und Experimente: Ableitung überprüfbarer Hypothesen, Priorisierung, Definition von Experimentdesigns, Messgrößen und Kriterien für Entscheidungen
Rapid Prototyping und Testing: Low- bis Mid-Fidelity-Prototypen, Paper- und Klick-Dummies, Durchführung von Nutzertests, Auswertung und Ableitung von Anpassungen
Messung und Lernen: Auswahl von Nutzungskennzahlen, Einrichtung einfacher Messpunkte, Interpretation qualitativer und quantitativer Daten im Iterationsprozess
Umsetzung im Produktkontext: Lean-UX-Canvas, Zusammenarbeit mit Product Ownership und Entwicklung, Backlog-Pflege, Dokumentation von Learnings und Übergabe in Release-Stufen
Lernziele
- Identifikation von Nutzerbedürfnissen durch Formulierung von Problemstatements und Erstellung von Proto-Personas
- Analyse von Nutzerreisen mittels Mapping von User-Journeys und Ableitung prüfbarer Annahmen
- Entwicklung und Priorisierung von Hypothesen inklusive Definition messbarer Kriterien
- Erstellung von Low- und Mid-Fidelity-Prototypen und Durchführung kurzer Nutzertests
- Bewertung von Test- und Nutzungsdaten anhand definierter Kennzahlen und Ableitung von Produktentscheidungen
- Integration von Lean-UX-Artefakten in Backlogs und Implementierung iterativer Zyklen im Teamablauf
Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie UX Designer mit Schwerpunkt auf iterativer Validierung und Prototyping. Typische Tätigkeitsfelder umfassen Product Designer mit Verantwortung für Nutzerführung, Interaktionskonzepte und Experimentplanung. Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Product Owner, die Hypothesen, Backlogs und Messpunkte koordinieren. Ebenfalls einschlägig ist die Arbeit als UX Researcher mit Fokus auf Testkonzeption und Datenauswertung.
Zusammenfassung
Der Kurs Lean UX Design behandelt schlanke Vorgehensweisen zur nutzerzentrierten Produktentwicklung mit Fokus auf Hypothesen, Experimente und iterative Anpassungen. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden Methoden zu Research, Prototyping, Messung und teamübergreifender Umsetzung vermittelt. Die Inhalte stehen im Bezug zu Tätigkeiten in UX Design, Product Design, Product Ownership und UX Research.