Die kommunale Gleichstellungsbeauftragte nimmt eine Schlüsselfunktion am örtlichen Arbeitsmarkt ein. Viele Angehörige ihrer Zielgruppe wenden sich an sie, da sie nicht wissen, wie sie sich helfen können oder wo sie Hilfe finden. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist ein umfangreiches Breitenwissen erforderlich, insbesondere über die Zielgruppen, Qualifizierungsformate, Fördermöglichkeiten und Förderakteure vor Ort sowie die Probleme und Hilfsmöglichkeiten bei Arbeitslosigkeit. Die Gleichstellungsbeauftragte muss dabei nicht alle Instrumente und Qualifizierungsoptionen bis ins Detail kennen. Dies ist auch gar nicht möglich. Sie sollte aber generell um alle möglichen Optionen wissen, um ihre zu Beratenden nachhaltig beraten oder bei den entsprechenden Stellen kanalisieren zu können.
Das Seminar setzt hier an und will einen Überblick mit dem Fokus auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verschaffen. Das Seminar soll dazu anregen, Neues auszuprobieren, beispielsweise besondere Qualifizierungsformate.

Für die Veranstaltung sind mindestens zehn Teilnehmende erforderlich, die kommunale Gleichstellungsbeauftragte sind. Das Seminar kann auch durch eine Kommune in deren Räumlichkeiten angeboten werden, deren Gleichstellungsbeauftragte kostenlos teilnimmt.

Themenschwerpunkte:

  • Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt für die Zielgruppen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten
  • Möglichkeiten zum nachträglichen Erwerb von Schul- und Berufsabschlüssen: Umschulung, Externenprüfung, Teilqualifizierung, Anerkennung, Aufstiegsberufe
  • Sonderformen der Ausbildung: Teilzeitausbildung, Verkürzung und Verlängerung von Ausbildung, Ausbildung nach Studienabbruch.
  • Fördermöglichkeiten: Z.B. Rechtsanspruch auf Umschulung für Ungelernte. Weiterbildungsgeld und Weiterbildungsprämie. Zuschüsse für Arbeitgeber etc.
  • Rechte und Pflichten bei Arbeitslosigkeit und besondere Probleme arbeitsloser (Allein)Erziehender.
  • Informationsquellen und hilfreiche Netzwerkpartner im Überblick.

Bildungsziele:

Die Teilnehmenden kennen den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für ihre Zielgruppen und wissen um geeignete Hilfsangebote und Fördermöglichkeiten mit dem Fokus auf Schule und Beruf. Sie wissen um die Besonderheiten bei Arbeitslosigkeit. Damit können sie als kompetente Gesprächspartnerinnen auftreten, die alle Optionen für ihre Zielgruppen im Blick haben.
Sie können dieses Wissen in der Beratung nutzen und geeignete Hilfsangebote bzw. Förderungen initiieren.